Trockenheit

Niedrigwasser für Oberweser erwartet

Die Pegelstände sinken drastisch. (Symbolbild)

Die Pegelstände sinken drastisch. (Symbolbild) Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Harte Zeiten für Schiffe auf der Oberweser: Sie können in den kommenden Tagen voraussichtlich nicht mehr fahren. Das hat mit einer Talsperre in Hessen zu tun.

Von dpa 22.07.2026, 11:40 Uhr

Hann. Münden. In den kommenden Tagen steuert die Oberweser auf Niedrigwasser zu. Weil die Edertalsperre in Nordhessen kaum noch Wasser abgibt, wird der Wasserstand auf der Weser unter die schiffbare Mindesthöhe absinken. Zuvor berichtete die „Deister- und Weserzeitung“ darüber.

Wie die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) mitteilte, wird der Wasserstand am Wesersprung in Hann. Münden bereits bis Donnerstag unter den Grenzwert absinken. Laut der Vorhersage dürften dann an dem Pegel statt wie zuletzt 1,20 Meter nur noch gut 1,00 Meter gemessen werden. Bis Freitag ist laut WSV ein weiteres Absinken auf 60 Zentimeter zu erwarten.

Edertalsperre hat zu wenig Wasser

Bis sich die sinkenden Pegelstände weiter flussabwärts bemerkbar machen, wird es noch einige Tage dauern. In Dörverden nördlich von Nienburg etwa wird erwartet, dass sich der sinkende Wasserstand von Samstag an bemerkbar macht. 

Um die Oberweser schiffbar zu halten, wird sie eigentlich im Sommer mit Wasser aus der Edertalsperre versorgt. Die aktuelle Füllmenge des Reservoirs liegt allerdings deutlich unter dem langjährigen Mittel: 40 Milliarden Liter Wasser statt der üblichen rund 155 Milliarden befinden sich dort noch aktuell. Die Edertalsperre gibt daher seit dem frühen Morgen nur noch das absolute Mindestmaß an Wasser ab.

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