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Verteidigung

Nouripour kritisiert Debatte über europäische Atombombe

Nach Ansicht von Grünen-Chef Omid Nouripour muss Europa mehr für seine Verteidigung tun.

Nach Ansicht von Grünen-Chef Omid Nouripour muss Europa mehr für seine Verteidigung tun. Foto: Kay Nietfeld/dpa

„Niemand kann mir erklären, wie das gehen soll“: Für den Grünen-Chef stellt sich die Frage nach einem europäischen nuklearen Schutzschirm nicht. Zunächst müsse es eine gemeinsame EU-Außenpolitik geben.

Von dpa 17.02.2024, 03:30 Uhr
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Berlin. Grünen-Chef Omid Nouripour hat die Debatte über eine europäische Atombombe kritisiert. Die Frage stelle sich für ihn nicht, sagte Nouripour in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. „Niemand kann mir erklären, wie das gehen soll und wer da wo den roten Knopf liegen hat.“ Man müsse stattdessen zunächst einmal an einer gemeinsamen Außenpolitik in der Europäischen Union arbeiten.

Der frühere US-Präsident Donald Trump hatte am vergangenen Wochenende säumigen Zahlern in der Nato damit gedroht, sie nicht mehr vor einem russischen Angriff zu schützen. Trump will im November wieder für das höchste Staatsamt kandidieren. In Deutschland hat seine Äußerung zu einer Debatte geführt, wie man sich auf einen Wahlsieg Trumps vorbereiten sollte. Dabei wird auch die Frage diskutiert, ob Europa einen eigenen nuklearen Schutzschirm benötigt für den Fall, dass die US-Atombomben aus Europa abgezogen werden.

Nouripour sagte, Europa müsse mehr für seine Verteidigung tun - unabhängig davon, wer die Wahl in den USA gewinne. „Das ist nicht die Frage, ob Trump gewählt wird oder Biden oder irgendjemand anders. Die Europäer werden mehr tun müssen“, sagte der Grünen-Chef. „Das bedeutet, dass wir die Zeitenwende europäisch denken müssen. Und das bedeutet, dass wir beispielsweise bei den Fragen von Sicherheit, bei der Frage vom Militär, bei der Frage von Rüstung auch deutlich vertieft europäisch arbeiten müssen.“ Zwar gebe es da Schritte in die richtige Richtung, aber die Geschwindigkeit müsse massiv anziehen.

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