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Oldenburgs Kampfansage an Bölk - Ein Interview ohne Worte

Jessica Oldenburg sagt Emely Bölk den Kampf an. Fotos: Scholz

Jessica Oldenburg sagt Emely Bölk den Kampf an. Fotos: Scholz

Jessica Oldenburg (27) hat beim BSV viele Spiele gegen den Thüringer HC erlebt. Am Sonnabend ist der BSV erneut zu Gast beim aktuellen Meister. Im Interview ohne Worte zeigt Oldenburg, wie sie in das Duell gegen die frühere Mitspielerin Emily Bölk (THC) gehen will.

Von Tim Scholz Freitag, 21.09.2018, 11:00 Uhr

Die Buxtehuderin Emily Bölk (20) hat einmal in der Vorbereitung mit dem Thüringer HC gegen ihren Ex-Club gespielt. Am Ende setzte sich der Deutsche Meister mit 36:29 gegen den BSV durch. „Das war schon ein bisschen komisch, auf die alten Mitspielerinnen zu treffen“, sagt Bölk. Manchmal, im Sechs-gegen-Sechs auf dem Spielfeld, fühlte sie sich an das Training in Buxtehude erinnert. Die Realität aber war: Bölk steht auf der anderen Seite – und das zählt auch am Sonnabend, wenn der BSV zu Gast in Bad Langensalza ist. Anwurf ist um 18 Uhr.

Dann wird Bölk für 60 Minuten keine Freunde kennen. Ein Sieg für den THC, der die Meisterschaft verteidigen will, ist Pflicht. Bölk sieht ihre Mannschaft in Kombination mit dem Heimvorteil in der Favoritenrolle. Genau wie BSV-Trainer Dirk Leun: „Thüringen ist der absolute Topfavorit auf den Titel und hat das in den bisherigen beiden Spielen untermauert.“ Zum Auftakt siegte die Mannschaft seines Trainerkollegen Herbert Müller mit 40:24 gegen Nellingen und mit 34:22 gegen Bensheim.

Der BSV ist seit sechs Spielen ohne Sieg gegen den THC. Dass diese Serie reißt, wäre nicht unmöglich: „In der Vergangenheit gab es viele heiße Duelle zwischen beiden Mannschaften“, sagt Bölk. „Ein Selbstgänger wird das auch diesmal nicht.“

Der Vorteil für den BSV: „Wir können ohne Erfolgsdruck aufspielen“, sagt Leun. „Stattdessen können wir uns darauf konzentrieren, unsere technischen Fehler im Vergleich zum Derby zu reduzieren und mehr Stabilität in unser Spiel zu bekommen.“ Der BSV hatte das Derby gegen Oldenburg mit 29:31 verloren.

Defensiv kommt eine Menge Arbeit auf Leuns Team zu. „Thüringen hat den wurfstärksten Rückraum der Liga“, sagt er, „wenn wir den einigermaßen in den Griff bekommen wollen, müssen wir aggressiv und mit vollem Engagement verteidigen.“ Die Top-Torschützin des THC und der Liga ist Bölk (20 Tore).

Personell kehrt beim BSV Torhüterin Julia Gronemann zurück. Angeschlagen sind Melissa Luschnat, Isabelle Dölle und Lisa Prior, die aber wohl spielen können. Weiterhin ausfallen werden Paula Prior und Friederike Gubernatis, die wieder ins Training eingestiegen ist. „Ein Einsatz gegen Thüringen kommt für sie aber noch zu früh“, sagt Leun. Nach dem Spiel werden sich alle wieder grün sein. Dann stürzt sich Bölk mit einigen ihrer jetzigen und ehemaligen Mitspielerinnen ins Erfurter Nachtleben.

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