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Pankok-Ausstellung verlängert

Otto Pankok vor seinem Selbstbildnis, um 1958.

Otto Pankok vor seinem Selbstbildnis, um 1958.

Die Ausstellung „Otto Pankok: Die ganze Welt in Schwarz und Weiß“ in der Kunststätte Bossard ist bis zum 5. November verlängert worden. Kuratorin Janina Willems lädt für Sonntag, 24. September, zu einer Sonderführung in der Kunststätte im Wald bei Jesteburg-Lüllau ein.

Donnerstag, 14.09.2017, 18:45 Uhr

Die Teilnehmer der Sonderführung haben die Gelegenheit, sich angeleitet von der Kuratorin mit den verschiedenen Schaffensphasen des Malers, Grafikers und Bildhauers Otto Pankok (1893–1966) und der Zeitgeschichte auseinanderzusetzen.

Im Vordergrund seines Schaffens standen die Themen Mensch, Natur und Schöpfung. Mit großem Einfühlungsvermögen porträtierte Pankok die Ausgestoßenen der Gesellschaft und bezog mutig und unbeirrt Stellung gegen das nationalsozialistische Regime.

Ein weiterer Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf Pankoks Landschafts- und Tierdarstellungen, die seine Naturverbundenheit und Sehnsucht nach einer Alternative zum Leben in der Großstadt und der Technisierung verdeutlichen, ganz im Sinne von Johann und Jutta Bossard.

Ein Höhepunkt der Ausstellung ist Pankoks Selbstbildnis als Holzschnitt. Otto Pankok schnitt 1958 sein Abbild in eine ausrangierte Tür der Düsseldorfer Kunstakademie und schuf so den bis dahin wohl größten Holzschnitt der deutschen Kunstgeschichte.

Die Kunststätte Bossard zeigt noch bis Sonntag, 5. November, eine Auswahl besonders qualitätsvoller Druckgrafiken und großformatige Kohlegemälde des Meisters, zudem einem der bedeutendsten Zeichner und Bildhauer des expressiven Realismus in Deutschland.

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