Präsident Trump ist Mieter bei Hamburger Brüdern
Diese warmen Worte aus dem Jahr 2004 haben seit kurzem ein ganz besonderes Gewicht: Der gerade vereidigte US-Präsident Donald Trump adelte einst die Hamburger Kaufmannsfamilie Hinneberg wie folgt: „Sie gehören zu den besten Männern, mit denen ich je Geschäfte gemacht habe.“ So schrieb der Tycoon 2004 in seinem Buch „Wie man reich wird“.
Diese warmen Worte aus dem Jahr 2004 haben seit kurzem ein ganz besonderes Gewicht: Der gerade vereidigte US-Präsident Donald Trump adelte einst die Hamburger Kaufmannsfamilie Hinneberg wie folgt: „Sie gehören zu den besten Männern, mit denen ich je Geschäfte gemacht habe.“ So schrieb der Tycoon 2004 in seinem Buch „Wie man reich wird“.
Das Lob gilt den Zwillingen Christian und Walter Hinneberg (64), dezent auftretende Schiffsmakler von der Binnenalster, die bis heute enge Beziehungen zum neuen starken Mann der USA pflegen. Den Brüdern gehört das Trump Building in Manhattan, das sie an die Trump Organisation verpachtet haben. Der 283 Meter hohe Wolkenkratzer an der Wall Street 40 war bei seiner Fertigstellung 1930 das höchste Gebäude weltweit und gehört noch heute zu den repräsentativsten Geschäftsgebäuden New Yorks.
1982 hatten Walter und Christian Hinneberg gemeinsam mit Vater Walter J. Hinneberg und zwei deutschen Geschäftspartnern Grundstück sowie Hochhaus gekauft. Die Hinnebergs machten ihre Millionen mit der Vermittlung von Schiffsneubauten und -käufen und steckten das Geld in Immobilien. Nachdem sich in dem wuchtigen 70-Stockwerke-Bau lange Zeit die Pächter die Klinke in die Hand gegeben hatten, zog 1994 Donald Trump ein.
Für die Pachtverhandlungen fuhr der Tycoon nach Deutschland und lernte die Hamburger Zwillinge schätzen. „Sie merkten, dass ich nach einer Reihe von Versagern, die das Gebäude besessen hatten, in erster Linie die Erhaltung dieses außergewöhnlichen Anwesens im Sinn hatte“, erinnerte er sich später. Der neue Vertrag mit vorübergehendem Pachtverzicht verschaffte ihm finanziell Luft für einen teuren Umbau.
Die Hinnebergs – mit Firmensitz am noblen Ballindamm – schweigen öffentlich eisern zu ihrem Verhältnis zum 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten. Dass der Kontakt freilich weiterhin eng ist, belegt ein Besuch Christian Hinnebergs in New York Anfang Januar. Im Trump Tower führte er längere Zeit Gespräche, vermutlich auch mit dem neuen Präsidenten. Vielleicht nicht nur über Geld. In Hamburg heißt es, die Partner seien längst Freunde. Auch eine Einladung zur kürzlichen Amtsübernahme sollen die Brüder erhalten haben; sie lehnten offenbar ab. Vielleicht gibt es aber im Juli Gelegenheit für ein Treffen, diesmal an der Elbe. Dann kommt Trump als Präsident der USA zum G-20-Gipfel nach Hamburg.