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Zahlen für das 1. Halbjahr

Preise für Strom und Gas sinken auf hohem Niveau leicht

Die Strom- und Gaspreise für Haushalte sind im ersten Halbjahr 2026 gesunken. Allerdings liegen sie deutlich über dem Niveau von 2021, dem Jahr vor Beginn des Ukraine-Krieges. (Symbolbild)

Die Strom- und Gaspreise für Haushalte sind im ersten Halbjahr 2026 gesunken. Allerdings liegen sie deutlich über dem Niveau von 2021, dem Jahr vor Beginn des Ukraine-Krieges. (Symbolbild) Foto: Marijan Murat/dpa

Trotz rückläufiger Preise zahlen private Verbraucher für Haushaltsenergie deutlich mehr als vor dem Ukraine-Krieg. Gas könnte zudem wieder teurer werden: Unternehmen spüren bereits die Hormus-Krise.

Von dpa 30.09.2026, 09:15 Uhr
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Wiesbaden. Privathaushalte in Deutschland zahlen für Strom und Gas trotz eines leichten Preisrückgangs in jüngster Frist nach wie vor deutlich mehr als vor Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. 11,58 Cent kostete die Kilowattstunde Erdgas im ersten Halbjahr des laufenden Jahres durchschnittlich, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. 

Das waren 5,3 Prozent weniger als im zweiten Halbjahr 2025 und 4,5 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2025. Profitieren konnten die privaten Haushalte von der Abschaffung der Gasspeicherumlage. Gemessen am zweiten Halbjahr 2021, dem Vergleichszeitraum vor Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine im Februar 2022 und der folgenden Energiekrise, war Gas für private Verbraucher hierzulande allerdings um 80,7 Prozent teurer, wie die Wiesbadener Statistiker vorrechneten.

Strompreise ebenfalls rückläufig - aber deutlich höher als 2021

Die Entwicklung der Strompreise ist ähnlich: Durchschnittlich 37,97 Cent je Kilowattstunde zahlten Privathaushalte den Angaben zufolge in den ersten sechs Monaten 2026. Das waren 6,4 Prozent weniger als im zweiten Halbjahr des Vorjahres und 4,9 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2025. Ein wichtiger Grund: Niedrige Netzentgelte, die infolge der Bundesbezuschussung der Netzbetreiber günstiger wurden. Verglichen mit dem Zeitraum vor Beginn des Ukraine-Krieges lagen die Strompreise für private Verbraucher jedoch um 16,4 Prozent höher.

Hohe Strom- und Gaspreise bringen viele Haushalte an ihre finanziellen Grenzen. (Symbolbild)

Hohe Strom- und Gaspreise bringen viele Haushalte an ihre finanziellen Grenzen. (Symbolbild) Foto: Bernd Weißbrod/dpa

Bei Millionen Haushalten übersteigen hohe Strom- und Gasrechnungen die finanziellen Möglichkeiten, wie das Statistische Bundesamt jüngst auf Basis von Daten für das Jahr 2025 berichtet hatte: Etwa 3,8 Millionen Menschen hierzulande lebten demnach nach eigenen Angaben in Haushalten, die bei Rechnungen von Energieversorgern im Zahlungsverzug waren.

Erste Auswirkungen der Hormus-Krise bei Unternehmenskunden

Unternehmen und Behörden kamen im Schnitt im ersten Halbjahr des laufenden Jahres günstiger weg, wie die Statistik zeigt: Sie zahlten für Erdgas ohne Mehrwertsteuer und andere abzugsfähige Steuern durchschnittlich 6,29 Cent je Kilowattstunde. Für Strom zahlten Nicht-Haushalte im Schnitt nach vorläufigen Angaben 17,64 Cent je Kilowattstunde ohne die Steuern.

Unternehmen und Behörden zahlen für Strom und Gas im Schnitt niedrigere Preise als Privathaushalte. (Symbolbild)

Unternehmen und Behörden zahlen für Strom und Gas im Schnitt niedrigere Preise als Privathaushalte. (Symbolbild) Foto: Sina Schuldt/dpa

Bei den Gaspreisen für Unternehmenskunden wie der Industrie zeigen sich nach Angaben des Bundesamtes bereits erste Auswirkungen der Krise in der Meerenge von Hormus: Verglichen mit dem zweiten Halbjahr 2025 lagen die Preise um 1,8 Prozent höher. Die für den weltweiten Öl- und Gashandel wichtige Meerenge ist seit Beginn des Krieges zwischen den USA und Iran Ende Februar faktisch gesperrt. Wegen langfristiger Kontrakte dauert es üblicherweise eine Weile, bis Energieversorger Preisänderungen im Großhandel an Privatkunden weitergeben.

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