Rätsel-Auflösung: Gesucht war das Zentrallager von Jack Wolfskin
Neu Wulmstorfs größte Warendrehscheibe : Das Wolfskin-Zentrallager.
Der gesuchte tierische Neuankömmling im Neu Wulmstorfer Norden, der den Wachtelkönig und den Fuchs in Neu Wulmstorf bei seiner Ankunft ganz schön an den Rand gedrängt hat, ist der Wolf des Outdoor-Ausrüsters Jack Wolfskin.
Dessen erstes Auftauchen, sprich die Ansiedlung des Unternehmens im Neu Wulmstorfer Norden, hatte über Jahre hinweg für heftigen Ärger vor Ort gesorgt.
Als der Logistikhallen-Bauer Pro Logis das riesige Lager für Jack Wolfskin auf der Nordseite der Bahnlinie baute und die Pfähle in den weichen Moorboden rammte, gab es im benachbarten Wohngebiet einen Aufschrei der Hausbesitzer, die Risse und Schäden an ihren Häusern durch die Erschütterungen beklagten. Und für den Bau des heute 40 000 Quadratmeter großen Logistikzentrums musste auch das EU-Vogelschutzgebiet angenagt werden, was dann auch die Naturschützer wenig lustig fanden. Inzwischen haben sich die Wogen geglättet, und seit der Freizeitklamotten-Hersteller in Neu Wulmstorf auch noch einen Outlet-Store betreibt, ist die Tatze im Ortsbild sozusagen omnipräsent, weil sich viele Neu Wulmstorfer dort günstig mit Sachen aus dem benachbarten Zentrallager eindecken.
So gut wie jedes Teil mit der Tatze, das europaweit jemand am Körper trägt, kommt aus Neu Wulmstorf. In dem gigantischen Hochregallager landet fast ausnahmslos alles, was in den rund 60 Produktionsstätten weltweit für den Outdoor-Ausrüster produziert wird. Rund zwölf Millionen Einzelteile pro Jahr werden in der zentralen Warendrehscheibe des Unternehmens auf dem Seeweg über Hamburg angeliefert, gelagert, und, nach Kundenwunsch, per Lkw wieder in alle Welt verteilt. Der im Rätsel gezeigte Teil des Lagers ist das vollautomatisch gesteuerte Kartonlager, in dem keine Menschen arbeiten, sondern ein Roboter. Er allein weiß mit seinem elektronischen Superhirn, welcher Artikel in jedem der rund 300 000 dort gestapelten Pakete steckt. (cm)