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Rewe-Pläne sind umstritten

Die Pläne sind umstritten: Auf der Wiese am Poggenpohl in Horneburg will sich Rewe ansiedeln.

Die Pläne sind umstritten: Auf der Wiese am Poggenpohl in Horneburg will sich Rewe ansiedeln.

Die Pläne, einen „Lebensmittelvollversorger“ am Poggenpohl in Horneburg anzusiedeln, sind umstritten. Auf der einen Seite wird eine negative Auswirkung auf das Ortszentrum und eine Gefährdung der Existenz der Einzelhändler in der Langen Straße befürchtet, auf der anderen Seite wird ein weiterer Supermarkt begrüßt. Ob der Bereich im Bebauungsplan als „Sondergebiet Vollversorger“ ausgewiesen werden soll, damit ein Rewe-Supermarkt auf der Wiese errichtet werden kann – darüber scheiden sich auch die Geister am TAGEBLATT-Mobil.

Freitag, 24.05.2013, 06:00 Uhr

„Die Träume, die Lange Straße als Geschäftsstraße zu erhalten, sind ausgeträumt“, sagt Wilfried Böhm, der bis 1996 Bürgermeister war. Damals habe es noch die Hoffnung gegeben, sie beleben zu können. „Natürlich machen wir unsere kleinen Läden kaputt, aber was sollen wir dagegen tun.“ „Viele meckern über den geplanten Rewe“, sagt Solveig Dittmer aus Horneburg, „aber ich finde es gar nicht so schlecht. Mehr Einkaufsmöglichkeiten bedeutet mehr Auswahl.“ „Super“, sagt auch Pendlerin Marion Evers-Hannappel (56) zu den Rewe-Plänen. Weil sie gegenüber von Marktkauf wohnt, kauft sie dort viel ein. Dass Aldi und Rewe so dicht beieinander liegen würden wie in Apensen, findet sie „super praktisch mit Auto“. Dagmar Wege aus Horneburg findet es „von der Sache her nicht schlecht; Rewe hat superfrisches Gemüse – dafür könnte Netto gehen“.

„Die Mehrheit der Bürger will keinen Rewe-Markt“, sagt dagegen Renate Harnisch-Scheuermann. Ein Baumarkt werde gebraucht. „Wegen jeder Schraube muss man nach Harsefeld oder Buxtehude fahren.“ Käme Rewe, wäre keine Drogerie oder Baumarkt mehr möglich. „Baumarkt oder Drogerie statt Rewe“, sagt Frank Drewes (46). Auch Dorle Buck ist gegen einen weiteren Supermarkt und für eine Drogerie in der Ortsmitte. „Wir haben Marktkauf, Netto, Aldi“, zählt sie auf, ein kleiner Drogeriemarkt fehle. Sie findet es schon „unglücklich“, dass Aldi im Gewerbegebiet liegt, das sei zu weit weg vom Ortskern. „Drei Läden, das reicht für diesen kleinen Ort“, meint Margot Frischkorn aus Nottensdorf-Schragenberg. „Da bräuchte man andere Sachen, einen Drogeriemarkt zum Beispiel.“ „Noch ein Supermarkt muss nicht sein“, sagt auch Friederike Kübek aus Horneburg. „Wir haben schon genug von den Märkten hier – für einen kleinen Ort wie Horneburg“, sagt Hans-Adolf Schilling. „Horneburg hat genug Geschäfte, ich weiß nicht, ob es gebraucht wird“, sagt Bernd Tiedemann (54). „Sowas von überflüssig“, so Jörg Henry David (64). Von Supermärkten an den Ortsrändern hält er nichts. Angelika Sommer aus Horneburg: „Rewe ist totaler Schwachsinn, wir haben alles.“

„Das Verfahren läuft“, sagt Flecken-Bürgermeister Hans-Jürgen Detje. Nach den Sommerferien werde sich der Rat weiter damit beschäftigen. Auch mit einem Rewe-Markt wäre noch Luft für einen Drogeriemarkt in Horneburg, ist er überzeugt. (sal/smö)

Frischkorn.

Frischkorn.

Dittmer.

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Evers-Hannappel.

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Buck.

Buck.

Schilling.

Schilling.

Böhm.

Böhm.

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