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Rund um die Indian Ocean wird weiter gebaggert

Rund um die Indian Ocean wird weiter gebaggert

Die Baggerarbeiten rund um die havarierte "CSCL Indian Ocean" sind in der Nacht zu Montag weitergegangen. Zurzeit arbeitet unter anderem noch der Wassereinspritzbagger "Njörd". Heute Morgen hat der Offshore-Schlepper "Union Manta" den gestrandeten Frachter erreicht.  

Von Björn Vasel Montag, 08.02.2016, 09:33 Uhr

Das Kraftpaket hat einen Pfahlzug von 206 Tonnen, Hafenschlepper haben 90 Tonnen. Das Havariekommando plant weiterhin, den Riesen am Dienstagmorgen gegen 4 Uhr mit Hilfe von Schleppern und Springtide ins Rutschen und damit zurück in die Fahrrinne zu bringen, sagte Sprecher Michael Friedrich am Morgen dem TAGEBLATT.

In Kürze werden die ersten beiden Schlepper an der CSCL INDIAN OCEAN festmachen. Das Festmachen aller Schlepper wird gegen Mitternacht beendet. Es werden 12 Schlepper mit einem Gesamtpfahlzug von 1085 Tonnen vor Ort sein. Der Schleppversuch wird voraussichtlich gegen 2 Uhr beginnen und kann mehrere Stunden dauern. Der On-scene-Coordinator (Einsatzleiter Ort) des Havariekommandos und die Bergungsspezialisten der Reederei sind während des Schleppversuches auf der Brücke der CSCL INDIAN OCEAN. Der Elbabschnitt von Tonne 111 (Nordspitze Lühesand) bis Tonne 125 (Höhe Schulau) ist von 2 bis 6 Uhr für den Schiffsverkehr gesperrt. Der Luftraum ist weiterhin gesperrt.

Die Abweichung vom Mittleren Hochwasser beträgt nach derzeitigen Berechnungen +122cm. Das Havariekommando erhält stündlich aktualisierte Wetterdaten. Ein Verletztenversorgungsteam der Feuerwehr Cuxhaven steht für den Notfall an Bord der NEUWERK bereit. Ein Hubschrauber der Bundespolizei ist in Bereitschaft.

Ein Koordinator des Havariekommandos soll am Dienstagmorgen von Bord des Mehrzweckschiffs „Neuwerk“ des Wasser- und Schiffahrtsamtes Cuxhaven den für 4 Uhr geplanten dritten Freischleppversuch leiten. Die Unterelbe wird für die Dauer des der Bergungsaktion – auf der Höhe des Schiffes – im Bereich der Tonne 115 gesperrt.

Übrigens: Auswertungen der Schiffsbewegungen auf der Elbe haben gezeigt, dass die manövrierunfähige Indian Ocean nach dem Ausfall der Ruderanlage beinahe das Feederschiff Empire gerammt hätte. Dieses konnte eine Kollision durch ein Ausweichmanöver verhindern. 

 

 

Rund um die Indian Ocean wird weiter gebaggert

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