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Saatzucht eröffnet neuen Markt in Bremervörde

Sein Unternehmen hat den neuen Raiffeisen-Markt gebaut: Heinz-Dieter Poort (links), Seniorchef der Firma Poortbau in Sittensen, übergibt dem Bauherren, Saatbau-Vorstandssprecher Axel Lohse, den symbolischen Schlüssel .

Sein Unternehmen hat den neuen Raiffeisen-Markt gebaut: Heinz-Dieter Poort (links), Seniorchef der Firma Poortbau in Sittensen, übergibt dem Bauherren, Saatbau-Vorstandssprecher Axel Lohse, den symbolischen Schlüssel .

Die Vision eines Mannes ist lebendiger denn je. Der Leitsatz Friedrich Wilhelm Raiffeisens – „Was der einzelne nicht vermag, das vermögen viele“ – hat mit der Eröffnung des neuen Raiffeisen-Marktes der Stader Saatzucht Gestalt bekommen.

Montag, 12.12.2016, 17:58 Uhr

Davon konnten sich am Wochenende bei einem Festakt viele Ehrengäste aus Politik, Verwaltung und dem Genossenschaftswesen überzeugen. Sie sahen einen sichtlich zufriedenen Vorstandssprecher Axel Lohse, der einen Rekordumsatz in der langen Geschichte der Saatzucht-Märkte in der Region vermelden konnte: Zur Eröffnung sorgten 727 Kunden in Bremervörde für einen Tagesumsatz von 30 500 Euro.

Dass der Weg zu diesen positiven Schlagzeilen ein steiniger war, ließ Lohse nicht unerwähnt. Die Baugenehmigung habe auf sich warten lassen und so sei das von langer Hand geplante Projekt um zwei Jahre zurückgeworfen worden. Und auch die kommunalpolitischen Verwerfungen um die Benennung der Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Straße trübten bei den Genossenschaftlern zunächst die Freude über das Projekt. Doch jetzt ist aus Sicht von Vorstand und Aufsichtsrat alles perfekt: „Raiffeisen lebt. Und er grüßt Bremervörde“, legte Lohse gut gelaunt die alten Diskussionen zu den Akten.

Dass das Zwei-Millionen-Euro-Projekt ein klares Bekenntnis zum Einzelhandelsstandort Bremervörde ist, stellte Lohse klar: „Bremervörde ist das Kerngebiet der Stader Saatzucht.“ Und wie sehr das Unternehmen mit Bremervörde verbunden ist, machte Lohse mit einem Ausflug in die regionale Genossenschaftsgeschichte deutlich: „Bremervörde hat eine uralte genossenschaftliche Tradition“, erinnerte Lohse an die Anfänge des Genossenschaftswesens, das sich im Vörder Land zunächst 1902 in Hesedorf entwickelte, dann 1913 mit der Raiffeisenwarengenossenschaft Hönau-Lindorf seine Fortsetzung fand und mit dem 1924 gegründeten „Saatbauverein Bremervörde“ noch lange nicht am Ende steht.

Bürgermeister Detlev Fischer zeigte sich in seinem Grußwort beeindruckt vom Neubau und sprach von einer für jeden sichtbaren Aufwertung eines ganzen Quartiers. Wer jetzt aus dem Bahnhof komme, für den stelle sich das Areal mit dem Neubau deutlich attraktiver dar als zuvor. Die Redewendung „Was lange währt, wird endlich gut“ lasse sich uneingeschränkt auf das Projekt der Stader Saatzucht anwenden. Fischer zeigte sich auch im Namen seines zuständigen Fachbereichsleiter Kurt Koopmann dankbar für die Beharrlichkeit von Aufsichtsrat und Vorstand des Genossenschaftsunternehmens mit Blick auf die Planungen, die mehr als ein Jahrzehnt zurückreichten. „Wir nehmen das nicht als selbstverständlich.“ Rückenwind habe das Projekt 2008 bekommen mit der Aufnahme des Quartiers in das Städtebauförderprogramm. „Das gab neue Perspektiven für die Stader Saatzucht und auch für die Stadt.

„Danke für Ihre Geduld. Es hat sich für alle Beteiligten gelohnt“, sagte Fischer. Heute sei das Projekt ein gelungenes Beispiel für das Miteinander von Wohnen und Gewerbe. Mit ihrer Standortentscheidung habe die Stader Saatzucht ihr Unternehmensmotto „Wir leben Nähe“ mit Leben erfüllt, betonte der Bürgermeister.

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