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Sanierung der Salztorsvorstadt ist abgeschlossen

Jetzt ist es offiziell: Die Sanierung der Salztorsvorstadt wird für beendet erklärt. Es handelt sich um eine Formalie, das sichtbare Ergebnis der jahrelangen Bauarbeiten zwischen Schwinge und Stadthafen hat wohl jeder Stader vor Augen.

Von Lars Strüning Montag, 13.02.2017, 19:05 Uhr

„Das Ziel ist erreicht“, sagte Hans Blank von der SPD im Ausschuss für Stadtplanung. „Ein tolles Ergebnis“, pflichtete ihm CDU-Mann Arthur Schreiber bei. Der Ausschuss folgte einstimmig dem Beschlussvorschlag der Verwaltung, jetzt muss noch der Rat zustimmen, dann ist die Sanierungssatzung von 2003 für die „Industriebrache in der Salztorsvorstadt“ endgültig Geschichte.

Das Ergebnis kann sich in der Tat sehen lassen. Viele Stader sprechen – mit Blick auf die große Hansestadt Hamburg – ob der modernen Architektur am Ufer der Schwinge von der kleinen Hafencity. Freizeit, Wohnen und Büros, das sind die drei Nutzungen auf dem 25 Hektar Gelände, das einst als Industriegebiet diente und jahrelang verkam.

Die Salztorsvorstadt gilt als Kern der industriellen Entwicklung in Stade. Direkt am Hafen siedelten sich eine Werft, die Lederfabrik und die Holzhandlung Hagenah-Borcholte mit Sägerei an. Mehrer Hundert Menschen arbeiteten hier in guten Jahren. Das ist lange her. Nach und nach schlossen die Betriebe und hinterließen eine große Industriebrache.

Die Umwandlung des ungenutzten Geländes in unmittelbarer Nähe der Innenstadt stand bereits in den 80er Jahren auf der Tagesordnung von Politik und Verwaltung. In den 90er Jahren beginnen die Arbeiten. Die Stadt baute unter anderem Schleuse und Brücke am Salztor neu, der Buxtehuder Investor Frank Albrecht zog Hotel und den großen Kino-Komplex mit Bowlingcenter, Disco und Gaststätten hoch.

Die zweite Phase startete im neuen Jahrtausend. Wohnungen und Büros mit maritimen Flair entstanden am Schwinge-Ufer. Ein Altenheim wurde gebaut, das alte Maschinenhaus saniert. Die Stadtwerke richteten eine Nahwärmeversorgung ein, die mit Pellets und Gas betrieben wird. Eine öffentliche Ufer-Promenade und Schlengelanlagen für Freizeitskipper runden die Sanierung ab, die für diesen Bereich jetzt offiziell abgeschlossen wird. Die Ziele und Zwecke, die mit der förmlichen Festlegung des Sanierungsgebiets verfolgt wurden, seien erreicht, schreibt die Verwaltung in ihrer Vorlage.

Bund und Land unterstützten diesen Prozess mit 3,6 Millionen Euro. Die Stadt selbst butterte 1,8 Millionen Euro dazu. Zudem flossen laut Stadt gut eine Millionen Euro aus Ausgleichsbeträgen und Zinserträgen in das Projekt, so dass sich der Aufwand an öffentlichen Mitteln auf knapp 6,5 Millionen Euro summiert. Dazu kommen noch die Millionen-Beträge der privaten Investoren.

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