Sauensiek: Einstimmiges Votum für Rolf Suhr
Bürgermeister Rolf Suhr und seine beiden Stellvertreterinnen Sabine Benden (links) und Marlies Hupe in „Klindworths Gasthaus“. Foto Lepél
Der langjährige Bürgermeister geht in eine weitere Amtsperiode. In der Konstituierenden Sitzung des Rates der Gemeinde Sauensiek wurde er ohne Gegenkandidaten und mit den Stimmen aller Fraktionen gewählt. Der CDU-Mann weiß eine starke Mehrheit hinter sich.
Rolf Suhr führe seine Gemeinde wie ein florierendes Unternehmen, wurde neulich bei der Ehrung des Sauensieker Bürgermeisters für 20 Jahre Ratsarbeit gesagt. Dieser zielorientierte Führungsstil des CDU-Mannes scheint anzukommen: Bei der Kommunalwahlen im vergangenen September konnte Suhr seine persönlichen Ergebnisse noch einmal verbessern und so spricht der Wiegersener wiederum in allen drei Gremien, um die er sich beworben hatte, ein gewichtiges Wort mit: im Gemeinderat Sauensiek, im Samtgemeinderat von Apensen und im Kreistag.
Besonders auf Gemeindeebene führt an dem Unternehmer, der einen Betrieb in Harburg führt, kein Weg vorbei. Seine Hausmacht ist mit 65 Prozent so stark, dass selbst ein Horst Seehofer in Bayern mit seinen nicht einmal 50 Prozent blass dagegen aussieht. „Trotz der verstärkten Mehrheit der CDU sind wir uns für die kommende Wahlperiode einig, dass wir alle Ratsmitglieder einbinden wollen und erwarten, dass von allen Seiten gute Vorschläge kommen“, sagte Suhr nach seiner Vereidigung zum Bürgermeister von Sauensiek. Er hat dieses Amt seit 20 Jahren inne und wurde vom neuen Rat einstimmig und ohne Gegenkandidat gewählt.
Ebenso einstimmig wurden auch alle anderen Tagesordnungspunkte der Konstituierenden Sitzung abgearbeitet: Suhrs Stellvertreterin wurde die einzige gewählte Frau im Rat, Marlies Hupe (CDU), die ihn bei den repräsentativen Aufgaben vertritt. Sabine Benden, Bauamtsleiterin in der Apenser Verwaltung und neue Gemeindedirektorin der Gemeinde Apensen, wurde Suhrs allgemeine Stellvertreterin und ist für die verwaltungstechnischen Aufgaben zuständig. Da die SPD mit Dirk Brumme und die FWG mit Jan Klindworth jeweils nur mit einem Mann im Rat vertreten sind, treten sie in der kommenden Wahlperiode als Gruppe auf. Karsten Montag und Dieter Kröger bilden die Grünen-Fraktion.
Die drei Sitze im nicht öffentlich tagenden Verwaltungsausschuss besetzen Rolf Suhr und seine beiden CDU-Kollegen Marlies Hupe und Christian Hülsen. Im Losentscheid um den dritten Sitz hatte die CDU zuvor Glück gehabt und durfte auch noch diesen dritten Sitz zu den ihr zustehenden zwei Sitzen besetzen. Dem Finanzausschuss steht Bernhard Wienberg (CDU) vor, dem Bau-, Planungs-, Umwelt- und Wegeausschuss Gerd Elmers (CDU) und dem Kindertagesstätten-, Jugend-, Sport- und Kulturausschuss Christian Hülsen.
„Es gibt einiges zu tun in den kommenden fünf Jahren“, sagte Suhr dem TAGEBLATT. „Wir wollen den Bürgerbus voranbringen und hier und da die eine oder andere Erschließung für Wohnbebauung angehen.“ Auch stünde die Ausweitung der Betreuungszeiten in den beiden Kitas auf der Agenda sowie die Verbesserung der Wege. Das erweiterte Gewerbegebiet solle sukzessiv und mit Bedacht gefüllt werden: „Neulich hätten wir es auf einen Schlag an einen einzigen Interessenten geben können.“, so Suhr. „Dann hätten wir aber eine große Halle gehabt. Das ist nicht unser Interesse. Wir möchten die Flächen für Handwerker und andere kleine und mittelständische Betriebe vorhalten, die auch Gewerbesteuereinnahmen in die Gemeindekasse spülen.“
Ehrungen: Rolf Suhr ehrte die ehemaligen Ratsmitglieder Rainer Löll (CDU, nicht wiedergewählt) und Reinhard Koroll (FWG), der die letzten zehn Jahre das Amt des Stellvertreters des Bürgermeisters innehatte, aber nicht wieder zur Wahl angetreten war.