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Leserbriefe

TSchandfleck von Müll

Zum Artikel „Müll: Videoüberwachung unmöglich“ (TAGEBLATT vom 23. Januar) schreibt Uwe Bolz-Schumann aus Stade:

Donnerstag, 13.02.2025, 16:24 Uhr

Müllberge im Altländer Viertel scheinen den Bewohnern des Altländer Viertels zu gefallen. Erklären kann ich es mir allerdings nicht. Jeder abgelegte Müll, der illegal auf nicht ausgewiesenen Flächen abgelegt wird, ist für mich eine Straftat. Wie zu lesen war, investiert die Stadt Stade für die Entsorgung circa 30.000 Euro im Jahr. Geld, das man an anderer Stelle besser einbringen könnte. Ich nenne hier an dieser Stelle, Förderunterricht an der Montessori-Schule.

Ich bin absolut dagegen, dass Privilegien nur für die Mitbürger des Altländer Viertels gelten sollten. Ich wäre vielmehr daran interessiert, dass jeder Mitbürger dieses Wohnviertels zur Kasse gebeten wird. Dies tut zunächst weh, trägt vielleicht dazu bei, mal umzudenken und seinen Müll ordnungsgemäß zu entsorgen. Insgesamt könnte es dazu beitragen, aufeinander zu achten, denn Desinteresse der Bevölkerung aus dem Altländer Viertel ist nicht zu unterstützen. Ich selber habe im Viertel gewohnt und musste solche Zustände nicht ertragen. Wir haben vor unserem „Haus“ Blumenrabatte angelegt und mit unseren Eltern und Nachbarn gepflegt. Miteinander und füreinander war die Devise.

Wie kann man zur Verbesserung beitragen: Aufklärung über Müllentsorgung in Kindergarten und Schulen. Broschüren in allen Landessprachen, Institutionen aller Glaubensrichtungen nehmen sich des Themas an. Kann sicherlich nicht schaden. Mehr Müllbehälter für die Bewohner, Sperrmüllsammlungen regelmäßig anbieten, Ablageorte für Sperrmüll anzeigen mit dem Hinweis, was darf dort abgelegt werden. Präsenz durch Mitbürger des Altländer Viertels wäre wünschenswert, denen ihr Wohngebiet wichtig ist und die der Schandfleck von Müll genauso stört. Vielleicht können auch Mitbürger aus dem Wohngebiet eingesetzt werden, die arbeitslos, arbeitssuchend oder Ähnliches sind, damit nicht alles am Quartiersmanager Christoph Grüneberg hängen bleibt. Dieser hat meiner Ansicht nach schon genügend zu tun.

Hochbeete sind vielleicht nicht alles, aber lächerlich finde ich es nicht, sie dort aufzustellen. Lächerlich finde ich es, wenn nur gemeckert wird, ohne einen qualifizierten Vorschlag zur Verbesserung zu benennen.

Meine Vorstellung wäre, mehr Grün in die gesamte Stadt zu bringen. Den Wochenmarkt am Sande wieder zu installieren. Kleine Buden/ Verkaufsstätten zu errichten, in denen Geschäftsideen Vorrang hätten, die nicht mehr in der Innenstadt zu finden sind. Haushaltswaren, Fahrradverleih, Fischbude mit Sitzgelegenheit und vieles mehr. Ich trauere immer noch meiner Jugendzeit hinterher und es war nicht alles schlecht. Hier trafen sich Jung und Alt.

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