TSchicksal der Elbfähre
Zum Artikel „Elbfähre hat keine Priorität“ (TAGEBLATT vom 6. Dezember) schreibt Cornelius van Lessen aus Drochtersen:
Die Wähler/innen im Landkreis Stade haben vier Bundestagsabgeordnete und drei Landtagsabgeordnete bestimmt, ihre Interessen wahrzunehmen. Mit Ausnahme von Frau Melanie Reinecke (CDU) scheint diese das Schicksal der Elbfähre Wischhafen/Glückstadt nicht zu interessieren. Der Betreiber der Elbfähre hat am 3. Mai 2023 Erweiterungspläne für eine nachhaltige/umweltgerechte Fährverbindung vorgestellt. Die Landesregierung Hannover antwortete auf die Kleine Anfrage von Frau Reinecke ohne weitere Begründung, dass „die Verlegung des Fähranlegers für das Land weder rechtlich umsetzbar noch wirtschaftlich vertretbar ist“. Der Ausbau der A 20 mit dem Elbtunnel in Drochtersen habe höchste Priorität, bestätigt auch der Verkehrsminister von Schleswig-Holstein. Tatsache aber ist, dass die seit mehr als 25 Jahren geplante Tunnelquerung im Zuge der A 20 auch in 20 Jahren noch nicht fertiggestellt sein wird. Ferner wird die Elbfähre auch dann noch benötigt für den Gefahrguttransport, die Landwirte und den Tourismus. Dafür ist es notwendig - BUND und Nabu sind einverstanden - die Verkehrsinfrastruktur in und um Wischhafen auch mit Neubau eines Doppelanlegers in Wischhafen anzupassen. Dem Betreiber der Elbfähre zudem mit garantierter Planungssicherheit zu ermöglichen, den Bau von elektrisch betriebenen Doppelendfähren in Auftrag zu geben. Ich erwarte, dass der Bürgermeister der Gemeinde Drochtersen und auch der Landrat des Landkreises Stade sich den Forderungen der Bürgermeisterin der Samtgemeinde Nordkehdingen anschließen.