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Zukunft der Wälder

Schleswig-Holstein legt Waldstrategie auf

Zu den Handlungsfeldern der Strategie gehört unter anderem die Neuwaldbildung. (Archivbild)

Zu den Handlungsfeldern der Strategie gehört unter anderem die Neuwaldbildung. (Archivbild) Foto: Frank Molter/dpa

Holz zum Bauen, Lebensraum für Tiere und Erholung für Menschen: Schleswig-Holsteins Wälder sollen vieles zugleich leisten. Welche Schritte die neue Strategie des Landes dafür vorsieht.

Von dpa 19.10.2026, 14:40 Uhr
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Kiel. Der Wald in Schleswig-Holstein soll größer werden und er soll den Herausforderungen des Klimawandels standhalten. Was Landesregierung und Forstwirtschaft seit Jahren verfolgen, hat die Landesregierung jetzt in eine konkrete Waldstrategie gefasst. Ziel seien stabile, klimaangepasste und nachhaltig bewirtschaftete Mischwälder, so Forstministerin Cornelia Schmachtenberg (CDU). 

Sie sollen Lebensraum für Tiere und Pflanzen bieten, zum Klimaschutz beitragen, den nachwachsenden Rohstoff Holz liefern, Einkommen und Arbeitsplätze sichern und zugleich Erholungsraum für die Menschen sein. 

„Wer heute einen Wald pflanzt oder einen bestehenden Wald umbaut, denkt weit über die eigene Generation hinaus“, betonte die Ministerin. „Mit unserer Waldstrategie geben wir Orientierung für die Entwicklung unserer Wälder in den kommenden Jahrzehnten. Wir zeigen auf, wo wir hinwollen und welche Schritte dafür notwendig sind.“

Waldfläche soll größer werden

Zu den Handlungsfeldern der Strategie gehört unter anderem die Neuwaldbildung. Aktuell sind rund 11,5 Prozent der Landesfläche bewaldet. Die Landesregierung strebt mindestens 12,0 Prozent an. Dazu soll die Kulisse für potenzielle Neuwaldbildung erweitert sowie die Erstaufforstungsförderung weiterentwickelt werden.

Schleswig-Holstein verfolgt das Ziel, stabile Laub- und Mischwälder zu entwickeln, die im Klimawandel bestehen. (Archivbild)

Schleswig-Holstein verfolgt das Ziel, stabile Laub- und Mischwälder zu entwickeln, die im Klimawandel bestehen. (Archivbild) Foto: Frank Molter/dpa

Ausgehend von einem Mischwaldanteil von 91 Prozent soll ein breites und standortgerechtes Baumartenportfolio - auch mit alternativen, klimaangepassten Arten - weiterentwickelt werden. Die Wälder sollen an die sich verändernden klimatischen Bedingungen angepasst und langfristig stabilisiert werden. Bestehende Wälder sollen durch Aufforstungs- und Vernetzungsmaßnahmen besser miteinander verbunden werden, um Lebensräume zu verknüpfen und den Biotopverbund zu stärken.

Die Wälder sollen weiter allen offenstehen

Der nachwachsende Rohstoff Holz soll der Strategie zufolge nachhaltig genutzt und möglichst hochwertig und langlebig verwendet werden - etwa zum Bau von Häusern. Die Landesregierung möchte die wirtschaftlichen Grundlagen der Waldbewirtschaftung stärken und zusätzliche Einkommensmöglichkeiten für Waldbesitzer erschließen. Dabei könnten Leistungen der Wälder für die Allgemeinheit stärker berücksichtigt werden. Auch in Zukunft soll der Wald Raum für Erholung, Sport, Naturerleben, Bildung und Gesundheit bieten.

Forstministerin Schmachtenberg ist für die Strategie des Landeswaldes verantwortlich. (Archivbild)

Forstministerin Schmachtenberg ist für die Strategie des Landeswaldes verantwortlich. (Archivbild) Foto: Christian Charisius/dpa

An der Erarbeitung der Waldstrategie waren nach Angaben des Ministeriums Wald- und Forstwirtschaft, Verbände, Wissenschaft, Politik sowie Gesellschaft beteiligt. „Jetzt geht es darum, gemeinsam konkrete und praxistaugliche Maßnahmen zu entwickeln. Dabei ist mir wichtig, die Waldbesitzenden mitzunehmen und Lösungen zu finden, die vor Ort funktionieren“, so Schmachtenberg.

Zu den Handlungsfeldern der Strategie gehört unter anderem die Neuwaldbildung. (Archivbild)

Zu den Handlungsfeldern der Strategie gehört unter anderem die Neuwaldbildung. (Archivbild) Foto: Frank Molter/dpa

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