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Unbekannte Täter haben in der Nacht von Donnerstag auf Freitag den Schriftzug „Arbeit macht frei!“ in Großbuchstaben an die Wand des Gebäudes des Jobcenters an der Wiesenstraße in Stade geschrieben.

Von Daniel Beneke 21.04.2017, 12:22 Uhr

Bei der Polizei läuft ein Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung. Ob wegen des Verdachts auf einen rechtsextremen Hintergrund der Staatsschutz eingeschaltet und ein Verfahren wegen Volksverhetzung eröffnet wird, war am Freitag noch unklar.

Der Spruch „Arbeit macht frei“ hat einen eindeutig rechtsextremen Hintergrund. Er zierte unter anderem die Eingangstore der Konzentrationslager in Auschwitz, Dachau und Sachsenhausen, in denen die Nationalsozialisten Juden und Regimegegner inhaftierten. Für Täter aus dem rechten Spektrum spreche auch der Zeitpunkt, merkt Polizeisprecher Andre Janz auf Nachfrage an: Am Donnerstag, 20. April, jährte sich der Geburtstag des selbst ernannten „Führers und Reichskanzlers“ Adolf Hitler zum 128. Mal. Die Nationalsozialisten feierten dieses Ereignis mit Beflaggung. Hitlers 50. Geburtstag 1939 war ein staatlich verordneter Feiertag.

Dagegen spreche, dass die Unbekannten über dem Spruch ein Kreis mit einem A hinterlassen haben. Dieses Zeichen steht für Anarchie, also den Zustand der Gesetzlosigkeit. Es wird eher im linksextremen Milieu verwandt.

Die Aufklärung solcher Schmierereien gestalte sich, ähnlich wie bei Graffitis, schwierig. Es handele sich um häufig auftretende Straftaten. Wenn Täter überführt werden, können die Ermittler ihnen häufig eine Vielzahl von Taten nachweisen.

Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizeiwache unter der Rufnummer 0 41 41/ 10 22 15 zu melden.

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