Schule Am Rotkäppchenweg bekommt Zweifeld-Sporthalle
Die Grundschule Am Rotkäppchenweg wächst zur größten Buxtehuder Grundschule an. Foto: Wisser
Die Grundschule Am Rotkäppchenweg wird bis 2023 eine neue und deutlich größere Zweifeld-Sporthalle bekommen. Neben dem Zustand der alten Halle führen die steigenden Schülerzahlen zu dieser Entwicklung. Dafür wird der Bau aber auch teurer.
Die Grundschule Am Rotkäppchenweg im Buxtehuder Norden wird ab dem Schuljahr 2023/2024 durchgehend vierzügig sein und damit in den Rang der größten Buxtehuder Grundschule aufsteigen. Das ist bisher die Grundschule Altkloster. Und das Wachstum am Rotkäppchenweg dürfte auch in den kommenden Jahren weitergehen. In der Berechnung der Schülerzahlen sind die neuen Einwohner des Neubaugebiets Giselbertstraße noch nicht mit eingerechnet. Aber die Halle ist bereits jetzt rund um die Uhr belegt und zu 80 Prozent auch doppelt.
Die jetzige Sporthalle in der Größe von 297 Quadratmetern soll durch einen Neubau einer Zweifeldhalle mit je 405 Quadratmetern pro Hallenteil ersetzt werden. Dabei war bereits bekannt, dass die alte Halle aus dem Jahr 1970 abgerissen werden muss, weil eine Sanierung nicht wirtschaftlich ist. Die Sanierung würde 4,1 Millionen Euro kosten und der Neubau einer flächengleichen Halle 4,3 Millionen Euro. Neu ist, dass der Hallenneubau jetzt deutlich größer wird – und deutlich teurer. Die Baukosten liegen jetzt nach Schätzungen bei 6,12 Millionen Euro. Das Projekt wird mit 1,215 Millionen Euro aus dem Bundes-Förderprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen im Bereich Sport, Jugend und Kultur“ unterstützt. Ein Team der Stadt Buxtehude war gerade in Berlin, um die Modalitäten abzusprechen. Die Förderung sieht vor, dass der Bau 2023 fertig wird – sonst gibt es kein Geld. Die Mehrkosten sind dabei im gerade diskutierten Haushaltsentwurf 2020 enthalten. Der städtische Schulausschuss signalisierte seine Zustimmung zu der neuen Planung. Bauausschuss und Rat der Stadt müssen beraten und abschließend entscheiden.
Derweil fordern CDU und FDP, dass Buxtehude bei der Finanzierung des Neubaus der Sporthalle neue Wege geht. „Es gibt mehrere erfolgreiche Beispiele für Investitionen der öffentlichen Hand in unserer Region im Bereich von Schul- und Verwaltungsbauten“, heißt es in einer von Arnhild Biesenbach (CDU) und André Grote für die FDP unterzeichneten Erklärung. Sie beantragen, den Bau im Wege eines ÖPP-Modells (Öffentlich-Private-Partnerschaft) zu realisieren. Der Landkreis Stade hat so unter anderem die BBS in Stade, das Gymnasium in Harsefeld und den Verwaltungs-Neubau in Stade realisiert. Derzeit nutzt die Samtgemeinde Harsefeld dieses Modell gerade für den Neubau der Grundschule Feldbusch.
Buxtehude will den Schießclub Dammhausen beim Anbau eines Schießstandes am Dorfgemeinschaftshaus in Dammhausen unterstützen. Der Schul- und Sportausschuss hat einen Zuschuss von 37 200 Euro zugestimmt. Der Bau soll insgesamt 125 000 Euro kosten und ist durch die Schließung von Lemmermanns Gasthaus notwendig geworden. Dort schießt der Verein, der Nutzungsvertrag ist allerdings gekündigt worden. Da es noch keine Baugenehmigung gibt, wurde das Geld mit einem Sperrvermerk versehen. Außerdem bekommen der Schützenverein Ovelgönne (2500 Euro), der Tauchclub Seeigel (200), der Buxtehuder SV (2800) und die Schützengilde (400) Geld aus der Sportförderung.