Schumacher ist Bürgermeister in Fredenbeck
Der Fredenbecker Gemeinderat bestätigte Donnerstagabend Hans-Ulrich Schumacher (SPD) (rechts) im Bürgermeisteramt. Stellvertreter wurde Rolf Helmecke (WG). Foto: Kordländer
Hans-Ulrich „Uli“ Schumacher (SPD) ist mit den Stimmen seiner Fraktion sowie der Unterstützung der Wählergemeinschaft und der Grünen für fünf weitere Jahre als Fredenbecker Bürgermeister im Amt bestätigt worden.
Die CDU hatte keinen eigenen Kandidaten aufgestellt, sich beim Votum aber der Stimme enthalten.
Bei der Wahl des stellvertretenden Bürgermeisters gab es eine Kampfabstimmung. Nominiert waren Lars Müller (CDU) und Rolf Helmecke von der WG „Pro Bürger“. Gewählt wurde Helmecke mit neun Stimmen. Müller hatte mit acht Stimmen nur eine Zustimmung weniger, nämlich acht, erhalten. Das bedeutet, dass ein Ratsmitglied der anderen Parteien für Müller gestimmt haben muss. Der neue Gemeinderat setzt sich wie folgt zusammen: CDU und SPD haben jeweils sieben Sitze, die Wählergemeinschaft hat zwei Sitze und die Grünen stellen einen Mandatsträger.
Das Abstimmungsergebnis entfachte – wie schon bei der Samtgemeinderatssitzung zwei Tage zuvor im Rathaus – eine Diskussion um den Bürgerwillen bei der Wahl. Diesmal nur anders herum. Während sich die SPD am Dienstag darüber beklagt hatte, dass dem Stimmenergebnis vom Wahltag bei der Ratssitzung nicht Rechnung getragen wurde (die CDU besetzte zusammen mit der FDP alle Spitzenposten), beklagte sich diesmal die CDU, dass sich ihre Stimmenmehrheit bei der Kommunalwahl nicht widerspiegelte. Die CDU hatte 3634 Stimmen erhalten, die SPD 3565, die Wählergemeinschaft 832, die Grünen 783 und die FDP 203.
„Wir werden hier bei der Ämtervergabe benachteiligt“, hob Lars Müller für seine Parteikollegen hervor. Leider sei schon bei Vorgesprächen vor der konstituierenden Sitzung keine Einigung zustande gekommen. Dennoch sei die CDU bereit, ihre Arbeit dort anzuschließen, wo sie im vorigen Rat beendet worden sei. Während der Sitzung sprachen sich immer wieder Ratsmitglieder für ein „partnerschaftliches Miteinander“ bei der Arbeit in den nächsten fünf Jahren aus.
Der Rat soll drei Ausschüsse (Bau und Wege-, Jugendsport- und Kultur-, Planungs- und Umweltausschuss) mit jeweils sieben Mitgliedern neben dem Verwaltungsausschuss erhalten.
Die ausscheidenden Mitglieder des vorigen Rates, Carsten Pfeiffer (CDU), Hans-Hermann Glatz (WG), Britta Lienau (SPD), Wolfgang Weh (Grüne) und Antje Mießner (CDU) verabschiedete Schumacher mit Präsenten.