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Segelcrew enttäuscht bei Deutscher Meisterschaft

Das Team um den Stader Steuermann Gordon Nickel (22) hatte sich viel vorgenommen. Doch Nickel, Nils Färber (24), Nils Fiege (27) und Sebastian Röske (26) konnten ihr Potenzial nicht abrufen. Die Crew ging auf Ursachenforschung.

Montag, 17.07.2017, 16:14 Uhr

Die erste offizielle Internationale Deutsche Meisterschaft der J 70-Klasse wurde vom Flensburger Segelclub bestens organisiert. Am Ende belegte die Crew den 9. Platz von 40 Teams und holte den 3. Platz von 26 in der Amateurwertung. „Für uns war dieses Ergebnis nicht zufriedenstellend“, sagte Nils Färber.

Nach einem anstrengenden Juni mit den beiden „Starkwind-Events“ bei der Kieler Woche und der EM folgte für die DM eine Leichtwindprognose. Nickel und Co. hatten auf der Alster zu Beginn der Saison bei wenig Wind einen 2. Platz erkämpft. Die Qualität des Feldes hat in der deutschen Klasse aber stetig zugenommen. Viele namhafte Segler kamen nach Flensburg, um sich den ersten offiziellen J 70-Meisterschaftstitel unter den Nagel zu reißen. „Wir wollten nach dem Sieg der German Open 2016 und dem 2. Platz bei der Kieler Woche selbstverständlich vorne mitmischen“, sagte Färber.

Nach einer zweistündigen Startverschiebung konnten am ersten Wettkampftag noch zwei Wettfahrten gesegelt werden. Nickel und Co. lieferten eine durchwachsene Leistung ab. Da war eine Fehleranalyse vonnöten.

Aufgrund der anhaltenden Flauten fand am zweiten Wettkampftag gar keine Wettfahrt statt. Nach zwei Stunden Warten auf dem Wasser schickte die Wettfahrtleitung die Crews in den Hafen.

Für Tag drei setze die Wettfahrtleitung fünf Wettfahrten an. Bei sehr drehenden Bedingungen kristallisierte sich kein Muster für einen Erfolg heraus. „Ein Einzelrückruf mit mäßiger Aufholjagd verschlechterte unsere Gesamtplatzierung. In den letzten beiden Wettfahrten konnten wir nur langsam unsere Form steigern. Durch kleine Fehler spülten wir uns eigenständig aus den Top 5 wieder heraus“, berichtete Färber. Am Ende des Tages hatte sich die Nickel-Crew auf Platz 9 platziert. Es herrschte große Unzufriedenheit. Auch Tag vier kam nur eine Wettfahrt bei unbeständigem Wind zustande. „Bis kurz vor dem Leegate lagen wir in einer Top-Position, bevor Rasmus den Wind ausschaltete und das Feld 50 Meter in Lee einfach durchfuhr. Schadensbegrenzung gelang uns nicht mehr, sodass wir mit einem Streicher das Event beendeten“, berichtete Färber.

Nun bereitet sich die Crew akribisch auf die Weltmeisterschaft vor, die Anfang September in Porto Cervo/Italien stattfindet.

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