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Ukraine-Krieg

Selenskyj: US-Vermittler kommen am Sonntag nach Kiew

Die US-Vermittler Steve Witkoff und Jared Kushner reisen nach Worten des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am Sonntag nach Kiew. (Archivbild)

Die US-Vermittler Steve Witkoff und Jared Kushner reisen nach Worten des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am Sonntag nach Kiew. (Archivbild) Foto: Thomas Padilla/AP/dpa

Zuletzt lagen Verhandlungen für ein Ende des Ukraine-Kriegs unter US-Vermittlung auf Eis. Nun kündigt Präsident Selenskyj in Kiew einen Besuch der US-Vermittler an, die bislang nur in Moskau waren.

Von dpa 04.09.2026, 19:25 Uhr
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Kiew. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat einen Besuch der US-Vermittler Steve Witkoff und Jared Kushner am Sonntag in Kiew angekündigt. Es sei heute besprochen worden, dass Steve Witkoff und Jared Kushner erst Moskau besuchen und am Sonntag Kiew reisen werden, sagte Selenskyj in einer Videobotschaft. Die Ukraine bereite sich darauf vor. Eine offizielle Bestätigung der Reise von US-Seite gab es zunächst nicht. 

Selenskyj kündigte auch an, dass Kiew, „wie es bei vorherigen diplomatischen Besuchen der US-Seite war“, den normalen Betrieb des russischen Luftraums für den Besuch gewährleiste. Von ukrainischer Seite werde es keine Luftangriffe geben, Russland müsse spiegelbildlich reagieren, sagte er. 

Unbestätigte Berichte über Reisen der US-Vermittler

Zuvor hatte es bereits unbestätigte Berichte darüber gegeben, dass der US-Sondergesandte Witkoff und der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Kushner, planen sollen, am Samstag nach Moskau und am Sonntag nach Kiew zu reisen.

Die „New York Times“ berichtete unter Berufung auf mit den diplomatischen Bemühungen vertraute Beamte, es werde erwartet, dass die US-Vermittler zuerst Russlands Präsidenten Wladimir Putin und dann Selenskyj treffen würden. Demnach zogen sich Verhandlungen über die Reise wochenlang. Die USA hätten darauf bestanden, dass die Ukrainer ihre Drohnenangriffe auf Moskau und die russische Energieinfrastruktur vorübergehend einstellen, solange sich Witkoff und Kushner in Russland aufhalten. Die Russen müssten ihre Raketenangriffe auf Kiew stoppen, schrieb die Zeitung.

Kremlsprecher Dmitri Peskow hatte am Nachmittag der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge auf die Frage, wann Witkoff und Kushner in Moskau erwartet würden, geantwortet: „Ich werde nichts ankündigen. Wenn diese Kontakte stattfinden, werden wir darüber informieren.“

Witkoff und Kushner sind in der Trump-Regierung für die Bemühungen um ein Ende des seit mehr als viereinhalb Jahren andauernden russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine zuständig. In den vergangenen Monaten lagen die Gespräche allerdings auf Eis, weil Washington sein Augenmerk auf den Krieg gegen den Iran richtete. Die US-Vermittler haben seit 2025 mehrmals Moskau besucht, waren aber für ihre Vermittlungsbemühungen noch nie in Kiew.

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