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Senat genehmigt mehr Wohnungsbau

Eine Baustelle für Wohnhäuser, aufgenommen in Hamburg. Foto Angelika Warmuth/dpa

Eine Baustelle für Wohnhäuser, aufgenommen in Hamburg. Foto Angelika Warmuth/dpa

In Hamburg wurde 2017 der Bau von mehr als 13.400 Wohnungen genehmigt. „Der Neubau von attraktiven und bezahlbaren Wohnungen in unserer wachsenden Stadt ist ganz entscheidend, um den Wohnungsmarkt zu entlasten“, sagte Bausenatorin Dorothee Stapelfeldt (SPD).

Mittwoch, 10.01.2018, 12:00 Uhr

Im vergangenen Jahr seien deutlich mehr als die vom „Bündnis für das Wohnen“ angestrebten 10 000 Wohnungen genehmigt worden, teilte der Senat am Mittwoch in der Hansestadt mit.

Derzeit ziehen etwa 10 000 Menschen pro Jahr neu nach Hamburg. Der Senat hatte im Juni 2016 im Bündnis für das Wohnen die ursprüngliche Zielvorgabe von 6000 auf 10 000 neue Wohnungen jährlich aufgestockt, davon 3000 öffentlich geförderte Wohnungen. Die Zahl der tatsächlich fertiggestellten Wohnungen liegt regelmäßig unter den Genehmigungen. Nicht alle geplanten Bauprojekte werden überhaupt umgesetzt, manche auch erst mit Verzögerung. Im Jahr 2016 wurden in Hamburg gut 7700 Wohnungen neu gebaut.

Aus der Wohnungswirtschaft kamen am Mittwoch erste Warnungen, dass Wohnungsbau in Hamburg künftig schwieriger werden könnte, verbunden mit der Forderung nach großzügigerer öffentlichen Förderung. „Der Senat könnte Unternehmen besonders unterstützen, die bezahlbare Wohnungen durch die Aufstockung von Wohngebäuden oder in der zweiten Reihe bauen“, sagte Andreas Breitner, Direktor des Verbandes norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW). „Die Stadt muss ihre Anstrengungen bei der Nachverdichtung verstärken.“ Nur so könne verhindert werden, dass die hohe Zahl an Baugenehmigungen in den nächsten Jahren sinkt. „Bei den Grundstücken sind die reifen Früchte langsam gepflückt“, sagte Breitner. „Jetzt bedarf es eines höheren Aufwands, um weitere Flächen zu erschließen.“ (dpa)

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