Seniorengerechte Wohnungen in Steinkirchen geplant
Auf dem ersten Grundstück hinter der Feuerwehr sollen zehn Wohnungen für Senioren entstehen. Die Pfahlgründung wird schon vorbereitet. Fotos: Lankuttis
Die Firma Karl-Heinz Bernhardt aus Wischhafen will eine Anlage mit zehn seniorengerechten Wohnungen in Steinkirchen bauen. Sie sollen im Neubaugebiet gleich hinter der Feuerwehr entstehen.
Die Gemeinde ändert dafür den Bebauungsplan Nr. 14 a „Wohnpark Bürgerei“. Außerdem wird mit dem neuen B-Plan ein Grünstreifen verlegt, der schon länger für Ärger sorgt.
Für das Grundstück entlang des Friedhofes zwischen Feuerwehr und Reihenhäusern sind bisher maximal zwei Wohneinheiten je Gebäude erlaubt. Die Anzahl soll auf zehn erhöht werden. Die zweite Änderung betrifft den Grünstreifen vor dem Regenrückhaltebecken. Der Pflanzstreifen zum Schutz vor Spritzmitteln des Obstbaus ist im B-Plan so festgelegt, obwohl er an Stelle nicht nötig ist. Die Anwohner hatten sich über die immergrüne Bepflanzung direkt an ihren Gärten geärgert und beschwert. Bürgermeisterin Sonja Zinke hatte deshalb im vergangenen Jahr schon einmal vorgeschlagen, dafür den B-Plan zu ändern. Sie wurde aber wegen der Kosten überstimmt. Die Kosten für das Verfahren trägt jetzt Bernhardt. Und der vorgeschriebene Grünstreifen kann auf die westliche Seite hinter das Becken verlegt werden.
Allerdings sorgt der Streifen erneut für Ärger. Denn er wird in dem Planentwurf als privat und nicht als gemeindeeigen bezeichnet. Deshalb wurde der endgültige Beschluss vertagt. Nach der öffentlichen Auslegung hatte es keine Bedenken gegen den geänderten B-Plan gegeben.
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Ohne Diskussion abgesegnet wurden Änderungen des Bebauungsplans Nr. 6 „Ortsmitte“. Damit steht das neue Rathaus jetzt auf einem „Sondergebiet Gemeinbedarf“, und die Wege rundherum sowie die neue Durchfahrt zum Platz vor dem Dorfgemeinschaftshaus sind „verkehrsberuhigte Flächen“. Die Fläche vor dem Dorfgemeinschaftshaus ist jetzt für öffentliche Parkplätze ausgewiesen. Falls das Wohnhaus in dem Bereich einmal von der Gemeinde erworben wird, könnten zusätzliche Parkplätze entstehen.
Susanna Akil (Grüne) kritisierte, dass der Rat zu selten tagt. Die vorige Sitzung ist über sieben Monate her. Bürgermeisterin Sonja Zinke verteidigte sich. Der Bau-Ausschuss tage zur Zeit sehr oft wegen der Umgestaltung des Wochenmarktes. „Drei Ratssitzungen im Jahr schaffen wir.“ Das Gesetz, dass alle drei Monate getagt werden solle, gelte nicht mehr, sagte Rathausmitarbeiter Tim Siol.
Die Elbe-Obst-Erzeugerorganisation Hollern-Twielenfleth hat 1000 Euro für das Apfelfest gespendet. Der Rat nahm die Spende an.