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Kontaktstelle

Simone Schulte ist die neue Leiterin von „Brücke – Hilfe und Halt“

Der Mensch und das Zwischenmenschliche stehen für Simone Schulte im Vordergrund. Und sie weiß, wie wichtig es ist, einen Ort zu haben, wo Mensch so sein darf, wie er ist. Daher passen die „Brücke – Hilfe und Halt“ in Stade und die neue Leiterin Simone Schulte bestens zusammen.

Montag, 13.01.2020, 18:00 Uhr

Als Kontaktstelle für psychisch Kranke ist die Brücke ein Treff, in dem die Menschen angenommen und wertgeschätzt werden. Wer hier Kontakt sucht, kann selbst bestimmen, wie viel er zulassen möchte. Hier können sich Besucherinnen und Besucher ausprobieren, das Café besuchen, an Gruppenaktivitäten teilnehmen oder auch als ehrenamtliche Kraft mitgestalten.

21 Jahre lang hatte Heidrun Kugler die Leitung der Kontaktstelle inne, jetzt übernahm Simone Schulte den Posten. Dreh- und Angelpunkt für Menschen, die die Orientierung verlieren oder das Leben als Last empfinden, ist die Kontaktstelle in der Schiefen Straße in der Nachbarschaft des Landgerichts. Dort wurde in den letzten Jahrzehnten ein Angebot aufgebaut, das den Menschen Hilfe und Halt bietet. Es gibt eine Nähgruppe, eine Handarbeitsgruppe, eine Gesprächsgruppe und das offene Atelier – um nur einige Beispiele zu nennen.

Heidrun Kugler erinnert sich besonders an die Boule-Gruppe, die entstanden ist. „Die saßen mir hier zuviel rum“, lacht Heidrun Kugler, also ging es mit Boule-Kugeln in die Natur, zum Beispiel in den Hof des Johannisklosters. Was so normal wirkt, ist für Heidrun Kugler etwas Besonderes. Denn oft genug würden psychisch Kranke an den Rand einer Stadt verschoben. Kugler: „Hier in Stade sind wir alle richtig mittendrin.“

Mittendrin sind die Besucherinnen und Besucher der Brücke auch bei den vielen Ausflügen und Unternehmungen. Dazu gehörte der Besuch des Sächsischen Psychiatrie-Museums ebenso wie der Besuch des Hamburger Weihnachtsmarktes. Auch an Heiligabend, an Weihnachten und über Silvester und Neujahr hatte die Brücke für ihre Besucherinnen und Besucher geöffnet.

Simone Schulte ist verheiratet und hat zwei Kinder. Als Krankenschwester hat sie zehn Jahre in der ambulanten Pflege gearbeitet, parallel dazu ein Studium der Kulturwissenschaften abgeschlossen. Vor sechs Jahren zog die Familie von Bremen nach Buxtehude. Mit dem Umzug begann Simone Schulte, in der ambulanten psychiatrischen Pflege zu arbeiten. Dann machte sie eine sozialpsychiatrische Zusatzausbildung, „das hat mich weiter wachsen lassen“, sagt sie.

Als neue Leiterin wird sich Simone Schulte um die Menschen in der Kontaktstelle kümmern, um das Angebot und die tägliche Arbeit, bei der Mittagessen gekocht und Kuchen gebacken wird. Eine ihrer weiteren Aufgaben wird auch sein, in Form von Öffentlichkeitsarbeit aufzuklären und Fragen aufzuwerfen. Was ist gesund, was krank, wer hat das zu entscheiden und was hilft den Menschen in Krisensituationen? Sie habe dank der Patienten und Kollegen in diesen Bereichen viel dazugelernt, sagt Simone Schulte.

www.die-bruecke-stade.de

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