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So könnte die neue Grundschule in Apensen aussehen

Entwurf 3: Diese Visualisierung stammt von Ganske & Kettler Architekten aus Stade.

Entwurf 3: Diese Visualisierung stammt von Ganske & Kettler Architekten aus Stade.

Mehr Platz benötigt die Isern-Hinnerk-Schule in jedem Fall – unabhängig von neuen pädagogischen Konzepten. Architekten haben nun drei Entwürfe für eine Erweiterung vorgestellt.

Von Sabine Lepél Freitag, 17.02.2017, 17:28 Uhr

Die Mitglieder des Schulausschusses der Samtgemeinde Apensen haben die Grundschule Isern Hinnerk besichtigt, um sich einen Eindruck von der dortigen Raumnot zu verschaffen. „Da ist wirklich Not am Mann“, lautete das Fazit der Ausschussvorsitzenden Dr. Karin Siedler-Thul (SPD) im Anschluss. Das Problem ist bekannt: Auch ohne mögliche neue pädagogische Konzepte droht die Grundschule aus allen Nähten zu platzen. Sie hat bereits jetzt mehr Raumbedarf durch Integration, Inklusion und Förderunterricht. Eine Lösung muss her, und deshalb nahm sich der Schulausschuss das Thema bei seiner jüngsten Sitzung auch gleich in zweifacher Hinsicht vor.

Zunächst präsentierte Axel Keusemann von der Landeschulbehörde in einem Vortrag Grundsätzliches zur Ganztagsgrundschule. Und anschließend wurden drei Architektenentwürfe vorgestellt, die sich mit der Erweiterung der Grundschule Isern Hinnerk befassen. Bei dieser Thematik war es nicht erstaunlich, dass unter den überraschend vielen Besuchern der Ausschusssitzung auch einige Lehrer aus dem Kollegium der Schule waren.

Doch sie konnten noch nichts Konkretes mit nach Hause nehmen. Die drei Architektenentwürfe sind lediglich erste Vorschläge und wichen angesichts der Vorgaben aus der Verwaltung auch nicht großartig voneinander ab. Im nächsten Schritt wird der Samtgemeinderat darüber entscheiden, welches Architektenbüro weiterplanen soll. Die Realisierung einer Erweiterung wird also noch auf sich warten lassen, zumal die Kosten nicht in den aktuellen Haushalt eingestellt sind.

Auch an das Thema Ganztagsgrundschule tastet sich die Samtgemeinde erst langsam heran. „Wir sind beim ersten Schritt“, sagt Siedler-Thul. „So eine Umsetzung geht nicht von heute auf morgen.“ Die Ausschussmitglieder erhielten von Keusemann eine allgemeine Information zu Ganztagsgrundschulen in Niedersachsen und den grundsätzlichen Voraussetzungen für eine Einführung. Keusemann nannte auch die pädagogischen Überlegungen, die hinter so einer Einführung stecken: Mehr Zeit für eine andere Lehr- und Lernkultur, der Tagesablauf kann nach pädagogischen und lernpsychologischen Gesichtspunkten strukturiert werden, ein beweglicher Tages- und Wochenrhythmus ist möglich, Lehrkräfte könnten außerunterrichtliche Angebote durchführen, und die örtlichen Vereine könnten eingebunden werden. Noch gibt es aber keine Daten darüber, ob der Ganztag bei den Eltern überhaupt gewünscht wird. Zudem hat sich bei anderen Beispielen gezeigt, dass auch das Kollegium an Schulen, an denen Ganztag eingeführt werden soll, oft nicht begeistert auf eine derartige Veränderung reagiert.

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