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Kai Seefried

TSo lief der erste Arbeitstag des neuen Landrats

So lief der erste Arbeitstag des neuen Landrats

Es ist der Start einer neuen Ära: Nach 15 Jahren sitzt mit Kai Seefried ein neuer Landrat im Kreishaus in Stade. Er will erst einmal die Mitarbeitenden und die Ämter kennenlernen und geht dafür sofort neue Wege.

Von Karsten Wisser Montag, 01.11.2021, 19:30 Uhr

„Nein“, sagt Kai Seefried (CDU), jetzt offiziell Nachfolger von Michael Roesberg als Chef der 950-köpfigen Stader Kreisverwaltung und höchster Repräsentant des Landkreises Stade, auf die Frage nach Lampenfieber. „Ehrfurcht vor dem Amt und vor der Zusammenarbeit mit dem Team passen besser“, so der 43-Jährige an seinem ersten Arbeitstag gegenüber dem TAGEBLATT. Er habe gut geschlafen und sei voller Vorfreude gewesen.

Dass sich im Stader Kreishaus ab sofort etwas verändert, haben auch alle Mitarbeitenden der Kreisverwaltung gleich am Montag mitbekommen. Sie alle erwartete am Morgen eine fünfminütige Videobotschaft des neuen Vorgesetzten. „Sie alle, jeder an seinem Platz, ist von besonderer Bedeutung, um unsere Aufgabe im Interesse unseres Landkreises, im Interesse der Bürger und Bürgerinnen erfüllen zu können“, lautete der zentrale Satz des neuen Landrats. Er habe schon vor einem Jahr gesagt, dass er sich als oberster Dienstleister für die Bürger verstehe. „Das kann ich aber nur gemeinsam mit Ihnen schaffen“, so Kai Seefried.

Bürgerfreundlich und serviceorientiert arbeiten

Am liebsten hätte er die Mitarbeitenden am Montagabend in den großen Sitzungssaal eingeladen, dies sei aufgrund der Corona-Pandemie aber schwierig. Die nächste reguläre Dienstversammlung im Januar sei ihm zu weit weg. Deshalb lädt er alle Beschäftigten aus der Kreisverwaltung für Freitag, 5. November, ab 12 Uhr auf den Platz Am Sande in Stade ein. Es gebe die Möglichkeit zum direkten Gespräch und warmen Apfelsaft. Die Teilnahme ist freiwillig. Warme Sachen und eine eigene Tasse seien mitzubringen.

Der neue Landrat nannte in seiner Videobotschaft inhaltliche Schwerpunkte. Die Verwaltung solle bürgerfreundlich und serviceorientiert arbeiten, die Digitalisierung solle vorangetrieben werden. Die Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit würden als Arbeit für die nächsten Generationen eine große Rolle spielen.

Drängendstes Problem: Chaos in der Führerscheinstelle

Große Sorge bereitet dem ehemaligen Landtagsabgeordneten aus Drochtersen die Corona-Pandemie. Seefried befürchtet einen schwierigen Winter. Er wisse, dass viele in der Kreisverwaltung in der Pandemie unter schwierigen Bedingungen weit über das normale Maß hinaus gearbeitet hätten.

Für heute wird sich Kai Seefried mit dem drängendsten Problem der Kreisverwaltung auseinandersetzen, dem Chaos in der Führerscheinstelle. Dafür stehen Besuche im Straßenverkehrsamt in Buxtehude und Stade an. „Ich will auch dahin gehen, wo es schwierig ist“, so Seefried.

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