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So modern soll die Mensa der Feldbusch-Grundschule aussehen

So soll die neue Mensa im Herzen der Feldbusch-Grundschule aussehen Visualisierung: Architektengemeinschaft Wehmeyer und Peter

So soll die neue Mensa im Herzen der Feldbusch-Grundschule aussehen Visualisierung: Architektengemeinschaft Wehmeyer und Peter

Die Vorbereitungen für das Ganztagsangebot in der Harsefelder Grundschule am Feldbusch laufen auf Hochtouren. Jetzt ist eine Vorentscheidung bei den Plänen für die Mensa gefallen. Sie soll „im Herzen“ der Schule liegen.

Von Miriam Fehlbus Mittwoch, 13.02.2019, 12:00 Uhr

Das Interesse an einem Ganztagsangebot in der Harsefelder Grundschule am Feldbusch ist groß. Das hat die schriftliche Abfrage bei den Eltern der aktuellen und der künftigen Schüler über die Kindertagesstätten ergeben. Rund 70 Prozent wünschen sich demnach die entsprechende Ausweitung von Lern- und Betreuungszeiten auf den Nachmittag, am besten an fünf Tagen in der Woche. Bei der Erwartungshaltung, wie das Projekt bis 2020 von Schule, Kommune und Politik umgesetzt wird, scheint das Vertrauen der Erziehungsberechtigten grundlegend vorhanden zu sein. Bei der öffentlichen Sitzung des gemeinsam tagenden Bau- und Schulausschusses waren am Dienstagabend nur wenige Zuhörer anwesend.

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Das Team der Schulleitung und Architekt Prof. Hans-Jürgen Peter aus Harsefeld erläuterten den Politikern ihre Vorstellungen, wie das pädagogische Konzept und die baulichen Maßnahmen zusammenwirken können. In einem ersten Konzept war geplant, die Mensa im hinteren Bereich der Schule zu planen und kompakt als Neubau an die Gebäude im Bereich der Graf-Heinrich-Straße anzubauen. Die Schule und hier besonders die Steuergruppe für den Ganztag, hat jedoch zusammen mit dem Planungsbüro eine andere Vorstellung entwickelt. „Wir sind keine Architekten, aber wenn Pädagogen etwas nicht wissen, was machen sie dann? – eine Fortbildung“, stieg die kommissarische Schulleiterin Meike Warband in ihren Bericht ein. Das Ergebnis sei die Erkenntnis gewesen: „Wir müssen mit unserer Mensa ins Herz der Schule.“ Nur die reine Nutzung als Speisenausgabe sei zu wenig. „Die Mensa soll ein Ort der Begegnung werden, ein Ort, wo wir unsere Schüler zum Lernen hinschicken können“, sagte Warband. Die zusätzlich geschaffene Fläche soll außerdem Platz für Ausstellungen oder zum Aufenthalt in Regenpausen bieten. Immerhin ändere sich mit der Umstellung auf den Ganztag die ganze Schule – von einem reinen Ort des Lernens zu einem Ort des Lebens. Das Angebot von sieben Stunden Ganztagsschule sind erst einmal geplant, wobei das pädagogische Konzept noch nicht abschließend geschrieben ist. Bis Dezember 2019 muss es vorliegen. Fest steht, dass es sich zunächst um eine offene Ganztagsschule handeln soll. Das heißt, dass die Eltern frei entscheiden können, ob sie die Kinder länger in der Schule lassen wollen oder sich für sie nichts ändert. Das zusätzliche Angebot behandelt keine Inhalte aus dem Unterrichtsplan des regulären Schuljahres.

Die Wünsche der Eltern für den Ganztag in der Grundschule gehen weiter, als die Steuergruppe aus Lehrkräften erwartet hätte. Nicht nur, dass sich 70 Prozent an allen Tagen ein Ganztagsschulangebot wünschen, die benötigten Betreuungszeiten, die angegeben wurden, gingen auch häufig bis 17 Uhr, erzählen Warband und Kolleginnen. Zunächst soll das Angebot, wie es an den meisten Schulen umgesetzt wird, bis 15.30 Uhr gehen. Inbegriffen sind das Mittagessen, eine Hausaufgabenbetreuung und anschließend eine wählbare Beschäftigung, bei der auch Sportvereine, Bücherei und Musikschulen mit ins Boot geholt werden sollen. Für dieses Angebot, vergleichbar mit Arbeitsgemeinschaften, können Lehrerstunden umgewandelt und damit externe Übungsleiter bezahlt werden.

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Bei den baulichen Voraussetzungen hakten die Ratsmitglieder an verschiedenen Stellen nach. Bei den Nachfragen hinsichtlich Sonnenschutz, Werkraumausgestaltung für beide Harsefelder Grundschulen und der Eignung der Gebäude für alle im Sinne der Inklusion bekamen sie von Architekt. Hans-Jürgen Peter zufriedenstellende Antworten. So fiel am Ende die Beschlussempfehlung einstimmig aus: Für geschätzte 998 000 Euro sollen alle baulichen Maßnahmen für die Mensa entsprechend der von der Schule gewünschten Variante eins umgesetzt werden. Dabei kann der bisherige Bereich der Cafeteria einschließlich Küche, Lager und Toiletten mitgenutzt werden, was einerseits zu Einsparungen führt. Allerdings kommt es auch teilweise zu einer Verlagerung in den Mitteltrakt, wo bisher Werk- und Kunsträume untergebracht sind. Dafür wird ein Anbau im hinteren Bereich der Schule nötig. Die zuerst angedachte Variante mit dem Anbau der Mensa in diesem südlichen Bereich käme ohne eine solche Umstrukturierung aus und würde rund 100 000 Euro weniger kosten. Hier konnte die Schulleitung aber alle Fraktionen überzeugen. Weitere gut 150 000 Euro werden für Umbaumaßnahmen veranschlagt, die für die neue Nutzung der bisherigen Kindergartenräume durch die Schule entstehen. Ab 1. August 2020 soll die Ganztagsschule starten.

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