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TSo soll der Neubau am B-73-Kreisel in Himmelpforten aussehen

Dieses zweiteilige Gebäude soll nach Willen des Himmelpfortener Gemeinderats am B-73-Kreisel entstehen. Visualisierung: Hanseart-Baukonzepte aus Drochtersen

Dieses zweiteilige Gebäude soll nach Willen des Himmelpfortener Gemeinderats am B-73-Kreisel entstehen. Visualisierung: Hanseart-Baukonzepte aus Drochtersen

Zwei Bewerber, zwei Konzepte, eine eindeutige Entscheidung: Unter Ausschluss der Öffentlichkeit hat sich am Mittwochabend der Gemeinderat Himmelpforten für den Vorschlag der Hanseart-Baukonzepte aus Drochtersen ausgesprochen. Das entsteht jetzt am Stubbenkamp.

Von Grit Klempow Donnerstag, 24.03.2022, 11:21 Uhr

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit hat der Gemeinderat am Mittwochabend abgestimmt. Zwei Investoren-Teams hatten sich um das 2800 Quadratmeter große Grundstück im Besitz der Gemeinde beworben. Es liegt am neuen Stubbenkamp, in der Nähe des B-73-Kreisels und damit in bester Lage und in der Nachbarschaft der Kirche. Deshalb hatte die Gemeinde auch Ansprüche an potenzielle Käufer und ihr Konzept für die Nutzung.

Zwei Konzepte wurden öffentlich vorgestellt. Den Zuschlag bekam der Entwurf der Hanseart-Baukonzepte aus Drochtersen. Das will sie bauen: Zwei Baukörper werden über einen zum großen Teil verglasten Gang mit einander verbunden. „Die Gebäude sollen einen Innenhof haben, der sich zur Straße hin öffnet“, so Architektin Esmer Ülker-von Allwörden, sie könne sich dort Wasserspiele und Brunnen vorstellen. Sie plant eine Tiefgarage mit rund 50 Stellplätzen, Räume für therapeutische Praxen, Büros für Co-Working, Wohnungen und möblierte Appartements.

Zweiter Vorschlag: Geschwungener Bau

Diese sollen über den Mitinvestor Alexander Schrader aus Apensen vermietet werden. Er plant im Erdgeschoss ein Bistro und auch Eventräume. Schrader ist Inhaber von 18 Bäckereifilialen. Sein geplantes Bistro habe aber mit einer Bäckerei kaum noch etwas zu tun, so Investor Peter von Allwörden von der Hanseart-Baukonzepte. Damit bezog er sich auf Bedenken aus den Reihen der Zuhörer ob der möglichen Konkurrenz für den örtlichen Bäcker und den Hotelbetrieb durch die kurzfristig vermieteten möblierten Appartements.

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Das Nachsehen hatte das zweite Investoren-Team. Architekt Bernd Mügge hatte einen geschwungenen Bau entlang der kurvigen Linie der Straße vorgestellt. Die Investoren wollten ebenfalls Praxisräume und Wohnungen anbieten und brauchen für ihre Firmen, Sanitär und Sanierung (Köster) und Raumausstattung, gut sichtbare Ausstellungsräume und zusätzlich Platz. „Wir sind nicht so sichtbar, wie wir gerne wären“, so Rainer Peters von „Meyer Ideen+Wohnen“, dessen Geschäftsräume direkt hinter der Kirche liegen. Mit den hohen und schmalen Fenstern zur Straßenseite wollte Mügge Bezug auf den Sakralbau gegenüber nehmen. Parkflächen sollte es ebenfalls in einem Untergeschoss geben. Begrünte Dachflächen hatten beide Entwürfe, ebenso E-Auto-Ladestationen im Untergeschoss.

Bürgermeister: Das Beste für Himmelpforten

„Der Rat hat die Entscheidung unter dem Aspekt getroffen, was das Beste für Himmelpforten ist“, so Bürgermeister Bernd Reimers über den „eindeutigen“ Ratsbeschluss zugunsten der Hanseart-Baukonzepte. Der Entwurf habe sowohl architektonisch als auch vom Nutzungskonzept den gemeindlichen Vorstellungen am ehesten entsprochen, teilte die Kommune mit. Jetzt soll es mit den Investoren aus Drochtersen Gespräche über die Detailplanung geben, so Reimers.

Für das kirchliche Gemeindehaus, das direkt gegenüber der Kirche und vor dem neuen Wohn- und Geschäftshaus gebaut wird, ist der Bauantrag gestellt.

Der zweite Entwurf: Architekt Bernd Mügge hatte ein Gebäude mit geschwungener Form entworfen. Visualisierung: Architekturbüro Bernd Mügge.

Der zweite Entwurf: Architekt Bernd Mügge hatte ein Gebäude mit geschwungener Form entworfen. Visualisierung: Architekturbüro Bernd Mügge.

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