So teuer werden HVV-Fahrkarten in 2020
Der Hamburger Verkehrsverbund HVV will seine Preise nicht - wie zunächst angekündigt - für 2020 um durchschnittlich 2,2 Prozent erhöhen. Er werde für 2020 eine "maßvolle Tarifanpassung" beantragen, kündigte der HVV am Dienstag an. Einige Tickets seien von der Preiserhöhung ausgenommen.
Die Fahrkartenpreise sollen danach insgesamt nicht stärker steigen als die Inflationsrate mit 1,8 Prozent. Beschlossen werden die Tarife von der Hamburger Bürgerschaft und den Umlandgemeinden, in denen ebenfalls der HVV-Tarif gilt.
Einige Fahrkarten seien von der Anhebung gänzlich ausgenommen, darunter beispielsweise die Kurzstrecke (1,70 Euro) und das Nahbereichs-Ticket (2,30 Euro). Auch die Senioren-Karten, die Schüler-Karten sowie die Karten für Auszubildende/Studierende seien von der Tarifanhebung ausgenommen. Des weiteren entfällt die morgendliche Sperrzeit für die Senioren-Karten.
Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) begrüßte den neuen HVV-Vorschlag. "Erstmalig soll der 2009 eingeführte Strukturzuschlag nicht erhoben und der Anstieg der Tarife auf einen Ausgleich der Inflationsrate begrenzt werden", teilte Tschentscher mit. "Unsere Strategie zur Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs soll durch eine moderate Preispolitik unterstützt werden." Der SPD-Politiker verwies erneut auf die Angebotsoffensive des Senats, die zu einer deutlichen Ausweitung und Qualitätsverbesserung des Bus- und Bahn-Angebots führen soll. Die erste angekündigte Erhöhung war von der politischen Opposition heftig kritisiert worden.
Teurer wird der Preis der Einzelkarte Hamburg AB, der um 10 Cent auf 3,40 Euro steigt. Er sei im Vorjahr nicht angehoben worden, so dass sich seit 2017 eine jährliche Steigerung von 1,5 Prozent ergebe, teilte der HVV mit. Die 9-Uhr-Tageskarte für Erwachsene verteuert sich ebenfalls um zehn Cent auf 6,60 Euro. Die Vollzeitkarten im Abonnement werden mehrheitlich um 1,8 Prozent teurer.
(dpa/lno)