Sophie Fredenhagen: Das ist die Neue im Buxtehuder Stadthaus
Sophie Fredenhagen.
Sophie Fredenhagen (54) ist seit gut einer Woche die neue Fachbereichsleiterin für Bildung, Jugend, Sport, Soziales und Senioren. Hinter dem etwas sperrigen Titel verbirgt sich eine der wichtigsten Positionen in der Verwaltungshierarchie der Stadt.
„Das ist eine spannende und auch etwas anstrengende Zeit“, sagt Sophie Fredenhagen gegenüber dem TAGEBLATT. Jeden Tag lernt sie neue Menschen und neue Inhalte kennen. Sie leitet in der Verwaltung mit rund 260 Mitarbeitern auch den größten Fachbereich.
Faktisch war die Leitung des Fachbereichs unbesetzt, seit Katja Oldenburg-Schmidt (parteilos) nach ihrer Direktwahl durch die Buxtehuder Bürger Nachfolgerin von Jürgen Badur wurde und im November 2014 ins Bürgermeisteramt wechselte. Der zwischenzeitliche Versuch, die Position mit Dr. Thorbjörn Ferber neu zu besetzen, scheiterte nach acht Monaten. In der Zeit vor und nach dem Gastspiel von Ferber hat sich die Bürgermeisterin weiter um ihren früheren Fachbereich gekümmert, aber das ist naturgemäß nicht die gleiche Situation, als wenn es eine eigene Leitung für einen Fachbereich gibt. „Wir müssen neue Strukturen aufbauen“, sagt Sophie Fredenhagen. Sie wolle das mit dem gesamten Team gemeinsam tun. Dafür gab es schon Einzelgespräche mit den vier Fachgruppenleitern sowie eine Teamrunde.
Sophie Fredenhagen wurde in dem Einstellungsprozess sehr einvernehmlich ausgewählt. Sie war vor ihrem Wechsel nach Buxtehude zehn Jahre lang Leiterin des Jugendamtes des zu Hamburg gehörenden Bezirks Harburg. Ein Bezirk, der aufgrund seiner sozialen Struktur des Öfteren für Schlagzeilen gesorgt hat. Quasi als letzte Amtshandlung in ihrem alten Job war die neue Buxtehuder Dezernentin im Oktober und November mit dem Fall des offenbar vom eigenen Vater in Neuwiedenthal getöteten zweijährigen Mädchens betraut.
Sie nimmt aus ihrer Arbeit in Harburg eine Erkenntnis mit: „Nur wer in seinem Umfeld gestützt ist, kann Kinder beschützen“, sagt sie und meint damit, dass die Mitarbeiter ihre hundertprozentige Rückendeckung gerade in schwierigen Situationen haben. Sie habe den Eindruck gewonnen, dass alle Fachgruppen gut laufen. Nach Buxtehude ist Sophie Fredenhagen gewechselt, weil sie Lust auf neue Aufgaben hat, hier unabhängiger als in der Senatsverwaltung arbeiten kann und Buxtehude auch schon ganz gut kennt. Ihre Tochter lebt mit Familie schon länger „und sehr gerne“ in Buxtehude, so Sophie Fredenhagen.
Themen wie Erwachsenenbildung und Schule sind dabei für sie neu. Mit dem Formulieren von eigenen Zielen und Aufgaben ist die Neue im Stadthaus erst einmal zurückhaltend. „Ich bin gerade ein paar Tage hier. Wir werden der Fachgruppe gemeinsam ein neues Gesicht, eine neue Identität geben“, sagt sie.