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Unter Corona-Auflagen

Spezieller Flohmarkt auf Krautsand

Nachdem die ersten drei Flohmärkte coronabedingt abgesagt werden musste, fand am Sonntag auf Krautsand der „Spezialmarkt“ des Gewerbevereins Drochtersen statt. Fotos: Umland

Nachdem die ersten drei Flohmärkte coronabedingt abgesagt werden musste, fand am Sonntag auf Krautsand der „Spezialmarkt“ des Gewerbevereins Drochtersen statt. Fotos: Umland

Die ersten drei Flohmärkte in diesem Jahr musste der Gewerbeverein Drochtersen wegen Covid-19 absagen. Deshalb war Wolfgang Hilbig, Vorsitzender des Gewerbevereins, erleichtert, dass die Schnäppchenjäger am Sonntag endlich wieder nach Krautsand kommen konnten.

Sonntag, 02.08.2020, 18:01 Uhr

Allerdings bedeutete dieser Flohmarkt mehr Arbeit für die ehrenamtlichen Helfer. Und auch die Security-Mitarbeiter hatten mehr zu tun und mussten die Besucher einige Male an Masken- und Abstandsregeln erinnern.

Da Flohmärkte in Niedersachsen derzeit verboten sind, wurde der Markt des Gewerbevereins als Spezialmarkt bezeichnet. Das bedeutete für Besucher, dass sie einen Euro Eintritt zahlen mussten. Das stieß in den Sozialen Medien zum Teil auf Unverständnis. Dennoch standen die Leute am Sonntagmorgen an den Kassen Schlange, um das pinkfarbene Einlassbändchen zu erhalten.

Um überhaupt eine Genehmigung für den Markt zu erhalten, musste den Behörden außerdem ein umfangreiches Abstands- und Hygienekonzept vorgelegt werden. Natürlich war auch die Verkehrsregelung wieder ein Thema. Durch die Polizei wurde erneut eine Einbahnstraße eingerichtet, damit das befürchtete Chaos in den engen Straßen ausbleibt. Zur Mittagszeit häufte sich der Flohmarkt-Anreiseverkehr auch sichtlich, so dass die Besucher auf den entfernteren Parkplatz gelotst wurden. Die Abfahrt gelang zu diesem Zeitpunkt jedoch noch reibungslos. Dennoch stellten einige besorgte Anwohner vorsorglich Treckergespanne, Pkw-Anhänger und Papiertonnen auf die Straße.

110 von 120 Plätzen belegt

Zum ersten Mal mussten sich die Aussteller im Vorwege anmelden. „Wir haben die Zahl der Stände um 40 Prozent reduziert“, berichtete Wolfgang Hilbig. Von den erlaubten 120 Plätzen waren 110 belegt. Das gesamte Gelände war durch die Fahrzeuge der Aussteller sowie Flatterband abgegrenzt, und es gab separate Ein- und Ausgänge. Außerdem hatten vier statt der üblichen zwei Security-Mitarbeiter einen wachsamen Blick auf die Besucher. Die hielten sich zwar überwiegend an die Masken- und Abstandsregeln. „Aber es gibt immer wieder Leute, die einfach nicht zuhören“, erzählte Vladimir Wachtel von der T-H-V Security aus Oyten. So kam auch während des Gesprächs mit dem TAGEBLATT über Funk die Meldung über eine größere Menschenansammlung vor einem Stand.

Doch Besucher und Standbetreiber fühlten sich gut aufgehoben. „Alle tragen Mundschutz. Damit hätte ich gar nicht gerechnet“, erklärte Melanie Bauer aus Dornbusch, die Futter- und Pflegebedarf für den Vierbeiner verkauft. Auch Karin und Peter Klimek aus Himmelpforten, die seit vielen Jahren zum ersten Mal wieder einen Flohmarktstand aufbauten, lobten die gute Organisation der Veranstaltung. „Wir wollten den Menschen aus der Region und den Feriengästen ein Erlebnis bieten“, sagte Wolfgang Hilbig, der allerdings am späten Vormittag noch keine endgültige Prognose abgeben wollte, ob auch der Flohmarkt am Sonntag, 6. September stattfinden wird.

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