TSprachpolizei am Werk
Zum Artikel „Einstieg in ein schwieriges Amt im Wahlkampf“ (TAGEBLATT vom 2. Dezember) schreibt Gerda Rodewald aus Buxtehude:
Es ist mir unheimlich, wie die Deutsche Presse eine FDP (Freiheit Demokratie Partei) so mit Nebelkerzen beschießt, nur weil ein sogenanntes falsches Wort, D-Day-Papier, für einen eventuellen Ausstieg aus dem schlechten Regieren gewählt wurde. Die Sprachpolizei hat schon viele Worte dem Duden entnommen und dafür Irrige eingefügt, um der Arbeit den Nachweis für deren Kosten zu erbringen.
Freiheit und Eigenverantwortung ist in diesem Land dank der Staatsfürsorge auf ein Minimum beschränkt worden. Staatsausgaben nebst Schulden auf ein Maximum, um langlebige Investitionen auf ein Minimum zu halten. Das Ergebnis sehen und hören wir nunmehr täglich.
Arbeitslosengeld und Arbeitslosenhilfe ist auch so ein Beispiel. Nur keiner hat sich bei der Umstellung (Journalisten) bei dem neuen Wort Bürgergeld darüber aufgeregt, warum wohl? Arbeitslosengeld wurde aus der Arbeitslosenversicherung bezahlt, welches dem arbeitenden Volk vom Lohn abgezogen wurde. Die Arbeitslosenhilfe wurde vom Staat übernommen. Mit dem Wunderwort Bürgergeld wird vermittelt, alle haben einen Anspruch mit und ohne Arbeit, auf dem Rücken der Fleißigen.
Das Bürgergeld sollte rasch umbenannt werden. Mein Vorschlag: Überbrückungsgeld, damit jeder arbeitsfähige Bürger weiß, auch eine Eigenverantwortung zu haben, und das sogenannte Bürgergeld kein Erbrecht ist.
Übrigens der Weber-Aufstand war auch nicht erfolgreich, nur noch Webstühle im Museum. So etwas nennt man Wandel und Erneuerung. Bei der Wiedervereinigung vor 35 Jahren musste sich das Volk mit großen Veränderungen, Wandel, Erneuerungen vertraut machen und konnte nicht durch Streik und Gewerkschaften auf Vertrautes hoffen. Der Kohlebergbau ist auch dem Wandel und Erneuerung politisch geopfert worden. Freie Journalisten bemüht euch, die Zeitenwende unters Volk zu bringen und nicht Worthülsen zum Politikum zu machen.