Stade: Dozenten locken ins VHS-Atelier
Wollen eine große Bandbreite an Kunst abdecken: Künstler Michael Tkatschow, Mixed Media Künstlerin Simone Sass, VHS-Leiterin Katja Buse und Kunstpädagoge Christian Demski. Foto Stief
Die Dozenten sitzen in den Startlöchern und das Atelier ist im Aufbau. Im neuen Jahr geht die Kunstschule der Volkshochschule (VHS) Stade an den Start. „Wir wollen Freude am Kunstschaffen vermitteln und dabei jede Bevölkerungsschicht mitnehmen“, sagt die Leiterin der VHS, Katja Buse.
„Wir wollen Freude am Kunstschaffen vermitteln und dabei jede Bevölkerungsschicht mitnehmen“, sagt die Leiterin der VHS, Katja Buse.
Großartig, unartig, einzigartig – so macht die neue Kunstschule unter dem Dach der VHS auf Plakaten auf sich aufmerksam und macht damit klar, dass sich alles um die Kunst (art) drehen soll. Mit Kopf, Herz, Hand und Humor wollen die Dozenten die Kunstschaffenden an die kreative Tätigkeit heranführen.
Dabei unterbreitet die Kunstschule grundsätzlich zwei unterschiedliche Angebote: Atelierkurse und die üblichen VHS-Kurse. Bei den Atelierkursen treffen sich die Interessierten einmal wöchentlich rund um’s Jahr – bis auf die Schulferien. „Alle Ateliers finden im großen hellen Raum 36 der Volkshochschule statt und bieten ideale Bedingungen für kreatives Lernen“, wirbt Katja Buse. Mit gestaffelten Monatsbeiträgen wenden sich die Atelierkurse an verschiedene Altersklassen, von sieben Jahren bis zum Erwachsenen. Bei den VHS-Kursen unterbreiten die Dozenten elf Angebote aus den Bereichen Zeichnen, Fotografie, Skulptur oder auch Mandala-Kunst für Teens, Urban Sketching oder Doodle Fun. Zwischen sechs und zehn Mal treffen sich die Kursteilnehmer und lassen sich an die Hand nehmen.
Drei Dozenten halten den künstlerischen Betrieb der Kunstschule am Laufen. Im Kinderkunst-Atelier von Simone Sass gehen Kinder zwischen sieben und elf Jahren intuitiv und mit dem Herzen zur Sache. Eine Spielwiese soll das Atelier sein, der Ernst der Erwachsenen bleibt außen vor, im Atelier gewinnt der Spaß die Oberhand.
Die nächste Altersstufe der 12- bis 15-Jährigen nimmt Dozent Christian Demski an die Hand. Er trainiert mit seinen Schülern künstlerische Techniken, berät zu Kunstprojekten der Teilnehmer und fördert auch die Diskussion über Kunst. „Ganz nebenbei“ entstehe so im Lauf der Zeit Überblick über die Kunstgeschichte. Demski bietet auch das Vormittagsatelier für Leute ab 21 Jahren an. Auch dort gehören die Kunstbetrachtung und der kreative Austausch zu den Bausteinen des Angebots.
Michael Tkatschow stammt aus einer Künstlerfamilie aus der Ukraine und verkörpert im Dozententeam die alte russische Schule. Den 16- bis 20-Jährigen will er nicht nur das Handwerk näher bringen, sondern auch die Bildsprache der Kunst ausloten. Die Techniken der nicht gegenständlichen Malerei sind Themen in seinem Atelier. Darüber hinaus geht es darum, wie Gefühle, Emotionen und Ideen in Bildform übersetzt werden können. Bei Michael Tkatschow finden Teilnehmer auch Anregung und Hilfe für eine Kunstmappe, mit der sie sich an Hochschulen bewerben können.
Das Kursangebot ist ab dem 15. Januar buchbar. Für die Mitarbeit in den Ateliers ist ein Vertrag notwendig, den es in der VHS-Geschäftsstelle gibt. Die Kurse kosten zwischen 20 und 40 Euro, sind wöchentlich außerhalb der Schulferien. Materialkosten von zehn Euro pro Monat kommen hinzu. Telefon 0 41 41 / 4 09 90.