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Stader Unternehmen "Xervon" baut zwei neue Hallen

Xervon Oberflächentechnik hat in Stade in großem Stil investiert. Mit zwei Hallen – eine für Strahl- und eine für Beschichtungsarbeiten – wurde das unternehmerische Engagement in der Hansestadt gefestigt.

Von Wilfried Stief Dienstag, 23.10.2018, 16:00 Uhr

Bei einem Tag der offenen Tür begrüßten Standortleiter Christian Lange und seine Mitarbeiter interessierte Besucher und Kunden auf dem Betriebsgelände. Die Hallen sind zentrale Bestandteile des Beschichtungswerks, das Xervon auf dem Betriebsgelände Am Schwingedeich betreibt. Schon seit Jahren werden hier Stahlkonstruktionen, Anlagenteile, Behälter und Tanks mit einem Oberflächenschutz ausgerüstet, der speziell auf den späteren Anwendungsfall abgestimmt ist.

Neben der Oberflächenvorbereitung durch Druckluftstrahlen mit den je nach Anwendungsfall ausgewählten Strahlmitteln geht es dabei insbesondere um Beschichtungen, zum Beispiel für den industriellen oder maritimen Korrosionsschutz. Als Beispiel diente bei der offiziellen Einweihungsfeier eine Pumpe, durch die Elbwasser gepumpt wird. Innerhalb des Rohres sind mehrere Beschichtungen. Die sichtbare ist in Rot und hat eine gewisse Stärke. Wenn das mit Schmutzpartikeln versetzte Elbwasser diese Schicht abgerieben hat, kommt darunter die weiße Beschichtung zum Vorschein. Bei Inspektionsarbeiten ist dann gut zu erkennen, in welchem Zustand die Rohre sind.

Dass Strahlarbeiten nicht immer mit viel Dreck verbunden sein müssen, demonstrierten die Mitarbeiter von Xervon auf dem Außengelände. Da wurden Metallteile mit Wasserdampf oder beim Trockeneisstrahlen gereinigt und damit für die nächsten Arbeitsschritte der Beschichtung vorbereitet.

Die Neu- und Umbaumaßnahmen am Schwingedeich dauerten fast anderthalb Jahre und ermöglichen Xervon Oberflächentechnik eine Ausweitung des Leistungsspektrums. „In den Strahl- und Beschichtungshallen können wir jetzt große Konstruktionen mit bis zu 20 Tonnen Gewicht bearbeiten“, erklärt Lange. Gleichzeitig seien kürzere Durchlaufzeiten möglich, was für eine noch schnellere Auftragsabwicklung sorgt, macht der Standortleiter Werbung.

Beim Bau der neuen Hallen wurde auf Arbeitssicherheit und auf hohe Umweltstandards geachtet. So verfügt die Halle, in der die Strahlarbeiten ausgeführt werden, über ein spezielles Belüftungssystem, das für saubere Luft sorgt. Das System arbeitet so effektiv, dass ein mannshoher Wärmetauscher ohne spezielle Einhausung in der Halle bearbeitet werden kann. Auch eine Anlage zur Wärmerückgewinnung wurde installiert.

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Xervon Oberflächentechnik ist vor allem für Unternehmen aus der Chemie und Petrochemie, Stahl- und Werftenindustrie sowie Energie- und Bauwirtschaft tätig, aber auch für Gewerbebetriebe und private Auftraggeber. Das Einzugsgebiet reicht über das direkte Umfeld hinaus und deckt den gesamten norddeutschen Raum ab.

In Stade ist der international tätige Industriedienstleister bereits seit 1972 vor Ort. Zusätzlich zu dem Gelände Am Schwingedeich unterhält das Unternehmen einen zweiten Standort am Hörner Deichfeld West. Insgesamt beschäftigt Xervon in Stade 116 Mitarbeiter, die in den Gewerken Oberflächentechnik und Gerüstbau tätig sind.

Den Fachkräftemangel berücksichtigt Xervon ebenfalls. Verstärkt engagiert sich der Betrieb in der Nachwuchsförderung und bietet auch Ausbildungsplätze in den Berufen Maler und Lackierer, Fachrichtung Bauten- und Korrosionsschutz, und Gerüstbauer an. Da habe der Betrieb im Moment richtig Dampf gemacht, sagt Projektleiter Sönke Jaschinski. In Zusammenarbeit mit dem Berufsbildungswerk Cadenberge wurde kräftig aufgestockt. Derzeit packen sieben Azubis mit an, die Maler und Lackierer lernen.

Ebenfalls seit vielen Jahren am Standort Stade im Hörner Deichfeld West aktiv ist die Schwestergesellschaft Buchen Umweltservice GmbH. Als Anbieter von Dienstleistungen für Industriereinigung, Entsorgung und Sanierung, insbesondere der Chemie und Petrochemie.

 

Xervon ist Spezialist für technische Dienstleistungen und der Partner, wenn es darum geht, Werte zu schaffen, zu schützen oder zu optimieren. Der weltweit tätige Unternehmensverbund beschäftigt in Europa, Nordafrika und im Mittleren Osten insgesamt rund 7000 Mitarbeiter. Xervon ist Teil der Remondis-Gruppe, einem der weltweit größten Dienstleister für Recycling, Service und Wasser.

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