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Studiengang Holzwirtschaft vor dem Aus?

Noch ist es nicht entschieden, aber der Studiengang Holzwirtschaft an der Uni Hamburg könnte bald Geschichte sein. Denn um das erforderliche Sparziel von 1,5 Millionen bis zum Jahr 2025 zu erreichen, ist der Fachbereich Biologie bereit, seinen vergleichsweise kleinen Studiengang Holzwirtschaft zu opfern. Der ist derzeit der einzige universitäre Studiengang dieser Fachrichtung in Deutschland, das heißt, nur in Hamburg können Holzwirtschaftsstudenten ihren Doktor machen. Die endgültige Entscheidung muss der Fakultätsrat Anfang März treffen.

Sonntag, 14.02.2016, 19:57 Uhr

Noch ist es nicht entschieden, aber der Studiengang Holzwirtschaft an der Uni Hamburg könnte bald Geschichte sein. Denn um das erforderliche Sparziel von 1,5 Millionen bis zum Jahr 2025 zu erreichen, ist der Fachbereich Biologie bereit, seinen vergleichsweise kleinen Studiengang Holzwirtschaft zu opfern. Der ist derzeit der einzige universitäre Studiengang dieser Fachrichtung in Deutschland, das heißt, nur in Hamburg können Holzwirtschaftsstudenten ihren Doktor machen. Die endgültige Entscheidung muss der Fakultätsrat Anfang März treffen.

Zwar würde der Ast, auf dem die 250 Studenten der Holzwirtschaft sitzen, frühestens in sechs bis sieben Jahren abgesägt, dennoch ist die Verunsicherung groß. Studenten wie Professoren und Bedienstete gingen an ihrem Standort in Hamburg-Bergedorf auf die Straße. Vorn mit dabei Professor Jörg Ressel. Er wird zwar in wenigen Jahren pensioniert und müsste sich um seine Zukunft keinen Sorgen machen, dennoch kämpft er für den Erhalt des Studiengangs mit sieben Professoren und etwa 25 Vollzeit-Mitarbeitern.

Die Zahl der Studenten sei seit Jahren konstant. „Unsere Studenten haben keine Probleme, einen Job zu bekommen.“ Und wer sage, dass die Uni Hamburg nachhaltig sein soll, dürfe nicht einfach einen Rohstoff wie Holz unter den Tisch fallen lassen, so der Professor. Das ist vor allem an die Adresse der Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank gerichtet. Die aber wollte sich gestern ebenso wenig zum Thema äußern wie die Pressestelle der Uni.

Nach Einschätzung von Frank Schoppa vom Landesverband Schleswig-Holstein im Bund deutscher Baumschulen mit Sitz in Ellerhoop wäre die Baumschulbranche nicht von einer Schließung des Studiengangs Holzwirtschaft betroffen. Dort seien vor allem akademische Gartenbauer gefragt oder Forstwirtschaftler als Quereinsteiger – wie er selbst. Trotzdem sagt er: „Wenn man so einen Studiengang schließt, geht immer viel Wissen verloren.“

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