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„Caravanboat“

Tchibo bietet Hausboot für 105.000 Euro an

In der Variante mit dem 15-PS-Motor benötigen Käufer nicht einmal einen Bootsführerschein für die „DepartureOne“. Foto: Tchibo

In der Variante mit dem 15-PS-Motor benötigen Käufer nicht einmal einen Bootsführerschein für die „DepartureOne“. Foto: Tchibo

Das Hamburger Unternehmen Tchibo verdient sein Geld schon lange nicht mehr nur mit dem Verkauf von Kaffeebohnen. In den Läden stapeln sich Hauswaren und andere Konsumgüter. Jetzt bietet der Kaffeegigant sogar ein Hausboot an – im Onlineshop.

Donnerstag, 06.08.2020, 09:30 Uhr

Von Julian Willuhn

Der Clou: Der Camper lässt sich zu Land und zu Wasser einsetzen. Auf festem Terrain lässt er sich von einem Pkw mit Allradantrieb ziehen und als Wohnwagen nutzen. Zu Wasser gelassen schippern die Nutzer über Flüsse und Seen – entweder ohne Führerschein mit einem gemütlichen 15-PS-Motor oder mit Sportbootlizenz mit einer druckvolleren 50-PS-Maschine. Auch ein Elektromotor ist auf Wunsch verfügbar.

Der Tiefgang beträgt dabei nur 15 bis 20 Zentimeter, das Caravanboat kann also auch in flachen Gewässern fahren. Das Boot lässt sich in zwei Varianten bestellen: Die „DepartureOne M“ mit sieben Metern Länge oder die „DepartureOne XL“, welche acht Meter von Bug bis Heck misst. Die Breite beträgt in beiden Fällen 2,35 Meter. Die XL-Variante – mit sechs Betten – beginnt bei stattlichen 117.215 Euro. Die DepartureOne M – Schlafplätze für vier Personen – hat einen Listenpreis von 105.315 Euro. Die Lieferzeit beträgt zwischen acht und zehn Monaten.

Ein Haus auf dem Wasser

Entwickelt werden die Boote vom Tchibo-Partner Deutsche Composite GmbH aus Hamburg. Gebaut wird das Gefährt in Handarbeit auf der Kiebitzberg Werft in der Hansestadt Havelberg (Sachsen-Anhalt).

Das Freizeit-Mobil bietet eine Küche mit Gasherd, Waschbecken und Kühl-Gefrier-Kombination. Dazu einen Essbereich, Schlafplätze für vier Personen – und eine Toilette samt Dusche. Serienmäßig an Bord ist zudem eine Standheizung mit Warmwasser-Boiler.

„Die Nachfrage ist enorm“

Nach vorne blickt man durch ein dreigeteiltes Panoramafenster, am Heck gibt es eine halb überdachte Terrasse. Das Dach dient gleichzeitig als Sonnendeck. Mögliche Extras sind eine abwasserfreie Gas-Toilette, eine Solaranlage, eine Wasseraufbereitungsanlage oder ein Außenbord-Grill.

Trotz des stolzen Preises ist das Interesse am Caravanboat offenbar groß. „Die Nachfrage ist enorm – die Leute rennen unserem Kooperationspartner gerade die Bude ein“, sagt Tchibo-Sprecherin Helen Rad. „Wir versuchen immer wieder, unsere Kunden zu überraschen“, so Helen Rad. In der Vergangenheit habe Tchibo bereits Tiny Houses, Sportflugzeuge und sogar Inseln angeboten. Rad: „Eine Insel für 60.000 Euro haben wir damals auch verkauft.“

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