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Leserbriefe

TTechnik von gestern

Zum Artikel „Holzkraftwerk mobilisiert Bützfleth“ (TAGEBLATT vom 30. Januar) schreibt Michael Lohmeyer aus Stade:

Mittwoch, 05.02.2025, 10:50 Uhr

Der Abend war unterm Strich eine Werbeveranstaltung der Firma, Kritik konnte geäußert werden, die Entscheidung über Pro und Contra offen zu halten, war nicht vorgesehen.

Ich habe zwei Einwände, die das Vorhaben in Frage stellen:

1. Altholz der Klasse 4, laut Betreiber bis zu 50 Prozent des Brennguts, kann de facto Sondermüll sein. Wie kann es angehen, Sondermüll nicht in einer Sondermüllverbrennungsanlage, sondern in einem weniger heißen und weniger qualifizierten Ofen zu verbrennen?

2. Wenn die Devise dieses und der kommenden Jahrzehnte ist, Verbrennungsprozesse weitestmöglich zu reduzieren, sollten Vorlauftemperaturen unter 100 Grad (wie Fernwärme) mit Wärmepumpen und so weiter und nicht aus (mangelhaften) Verbrennungsprozessen erzeugt werden. Wärmequellen gibt es gerade in unserer Region reichlich.

Der industriell notwendige Prozessdampf wird ja heute schon erzeugt, ob die vorgesehene „neue“ Verbrennung demgegenüber einen Effizienzfortschritt darstellt, wurde überhaupt nicht thematisiert. Billiger könnte sie natürlich sein.

Aus meiner Sicht wird diese Technik morgen schon von gestern sein, ist aber auf 25 Jahre Lebensdauer angelegt.

Der Fortschritt hinsichtlich Klima wird der Industrie überlassen.

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Jochen Mextorf
05.02.202512:09 Uhr

Feuerraum-Temperaturen liegen bei allen MVA zwischen 850 und 1100 °C. Der Unterschied zwischen Hausmüll- und Sondermüll-Verbrennungsanlagen liegt in der Feuerraum-Konstruktion. Hausmüll wird per Rostfeuerung verbrannt, Sondermüll im Drehrohrofen.

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