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Onlineshopping

Temu, Shein und Co. steigern Marktanteil auf Rekordwert

Shein und Temu sind zwei der bekanntesten asiatischen Shoppingplattformen. (Archivbild)

Shein und Temu sind zwei der bekanntesten asiatischen Shoppingplattformen. (Archivbild) Foto: Oliver Berg/dpa

Die Verbraucher in Deutschland geben online immer mehr Geld bei asiatischen Shoppingplattformen wie Temu oder Shein aus. Die Konsumstimmung bleibt jedoch schwach.

Von dpa 06.07.2026, 13:55 Uhr
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Berlin. Asiatische Shoppingplattformen gewinnen in Deutschland weiter an Bedeutung. Auf Anbieter wie Temu, Shein und AliExpress entfielen im zweiten Quartal hierzulande 5,3 Prozent der Onlinehandelsumsätze – ein Rekordwert. Das berichtet der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (Bevh).

Zwischen April und Juni steigerten die Portale ihre Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als 20 Prozent auf gut 1,1 Milliarden Euro. Der Gesamtmarkt wuchs hingegen lediglich um 5,1 Prozent. Besonders stark sind die Anbieter laut Verband im Online-Modehandel. In diesem Bereich entfielen inzwischen mehr als 16 Prozent aller Bestellungen auf Temu und Co.

„Die asiatischen Plattformen sind vor allem wegen ihrer niedrigen Preise beliebt“, sagte Martin Groß-Albenhausen, stellvertretender Bevh-Hauptgeschäftsführer. Viele Verbraucher berichteten von einem positiven Einkaufserlebnis. Groß-Albenhausen hält es für möglich, dass die Anbieter ihren Umsatzanteil weiter ausbauen.

Zoll jetzt auch auf Billig-Bestellungen

Günstige Waren, die außerhalb der EU bestellt werden, könnten künftig etwas teurer werden. Die Zollregeln wurden zum 1. Juli geändert. Bislang galt eine Ausnahme für günstige Lieferungen, die nun entfällt. Auch für Bestellungen im Wert von unter 150 Euro ist eine Zollabgabe fällig. Pro Warengruppe werden pauschal 3 Euro berechnet. 

Der Bevh erwartet allerdings kaum Auswirkungen. „Billigimporten aus Asien wird die Abgabe wenig anhaben. Die Anbieter haben bereits begonnen, eigene Logistikstrukturen innerhalb Europas aufzubauen“, sagte Hauptgeschäftsführerin Alien Mulyk.

Verbraucherstimmung auf niedrigem Niveau

Während die asiatischen Plattformen deutlich zulegen können, bleibt die Verbraucherstimmung hierzulande angespannt. Zwar zeigt sich laut dem aktuellen Konsumbarometer des Handelsverbands Deutschland (HDE) ein positiver Trend, das Niveau bleibt jedoch niedrig.

Vor allem der anhaltende Konflikt im Iran hat laut HDE massive Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung und die Verbraucherstimmung. Für das Konsumbarometer werden monatlich 1.600 Haushalte repräsentativ unter anderem nach ihrer Anschaffungs- und Sparneigung befragt.

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