The Rebel’s Choice macht wieder auf
Tim Franz macht am Ostfleth weiter: Die Spielhalle wird umgebaut, Mitte Juli wird hier der Irish Pub „The Rebel’s Choice‘“ wiedereröffnet. Foto Vasel
Das ist eine gute Nachricht für die Kneipen-Szene in der Stadt Buxtehude: Gastronom Tim Franz (41) macht seinen Irish Pub „The Rebel’s Choice“ wieder auf – am Ostfleth.
Die lange Zeit leer stehende Spielhalle wird umgebaut und schallisoliert. „Ich will Mitte Juli wieder aufmachen“, sagte Tim Franz am Dienstag dem TAGEBLATT. Der 41-Jährige hatte seine Kneipe am Geesttor vor sechs Monaten nach dem Auslaufen des Mietvertrages schließen müssen, die Suche nach einer Alternative gestaltete sich schwierig. Franz war bei der Vergabe des Ratskellers nicht zum Zuge gekommen.
Aufgeben wollte Tim Franz nicht, er sei mit Leib und Seele Gastronom. Die städtische Wirtschaftsförderung unterstützte ihn bei der Suche. Die Lage am Ostfleth sei ideal. Die Hotels in der Innenstadt sind in der Nähe, viele Airbus-Mitarbeiter – vom Briten bis zum Franzosen – gehör(t)en zu seinen Stammkunden, viele Iren und Briten brachten ihm bei der folgenden Reise einen Schal ihres Rugby- oder Fußballvereins mit. Mehr als 100 Schals liegen noch in den Umzugskartons. Im alten „Rebel’s Choice“ war das Publikum sehr international, zur Freude der vielen einheimischen Gäste, die seit der Schließung abends nach Hamburg fahren mussten. Sie alle hätten jetzt wieder ein Ziel in Buxtehude. Im Juli wird Franz die Schals im „The Rebel’s Choice“ wieder aufhängen. Damit nicht genug.
Franz will an sein Konzept am Geesttor anknüpfen. Es wird Live-Musik von Folk, Rock, Jazz bis Country geben, aber auch Comedy und Poetry Slams und Lesungen sowie Whisky & Wein-Tasting, will der Wirt seinem Publikum bieten; auch auf das „Pub Quiz“ und die „Open-Mic-Night“ dürfen sich seine Gäste wieder freuen. Mehr als 500 Musiker traten in den letzten zehn Jahren im alten Pub am Geesttor auf, lebende Legenden wie den rotbärtigen MacPiet mit seinem Dudelsack will Tim Franz wieder engagieren – und auf die Bühne holen. Jungen Bands will er eine Chance geben, auch Jazz, Blues & Boogie Woogie soll’s sonntags in der Nichtraucherkneipe „wie früher im Brauhaus“ geben, auch zum Brunch am Wochenende.
Von Mai bis September will Franz bereits um 11 Uhr aufmachen und Kleinigkeiten und Suppen zum Essen anbieten. Auch Außengastronomie wird es geben. Und auch in den Weinhandel will Franz einsteigen. Fußball- und Rugby-Spiele will Franz mit dem Beamer an die Wand werfen, mit Sky ist er in Verhandlungen, allerdings fordere der Pay-TV-Sender mittlerweile mehr als 1000 Euro im Monat.
Der Pub ist 180 Quadratmeter groß, 70 Sitz- und 35 Stehplätze hat die Stadt genehmigt. Der Eingang wird zur Schallschleuse, der Raum wird schallisoliert. Er stehe für gute Nachbarschaft.