Tödlicher Unfall am Trauerbaum zwischen Buxtehude und Apensen
Fotos: Vasel
Ein 17-Jähriger ist in der Nacht zu Mittwoch auf der L127 zwischen Buxtehude und Apensen bei einem Autounfall gestorben.
Der junge Mann war - gegen 0.40 Uhr - mit einem Ford Focus Kombi auf der Landesstraße L127 in Richtung Apensen unterwegs. Kurz vor dem "Trauerbaum" geriet der Pkw auf die Gegenfahrbahn und bohrte sich schließlich "mit einer sehr hohen Geschwindigkeit" in den mit vier Holz-Kreuzen behangenen Baum. "Der Fahrer war sofort tot", sagte Polizeisprecher Rainer Bohmbach. Notarzt und Notfallsanitäter der DRK-Wache am Elbe Klinikum stellten den Tod fest - noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr.
Den Einsatzkräften bot sich ein schreckliches Bild. Der Tote war im Pkw eingeklemmt, das Fahrzeug sah von oben aus wie ein "U" - mittendrin stand der Baum. Die Feuerwehrleute benötigten fast 50 Minuten, um den Fahrer mit schwerem Rettungsgerät zu bergen. Die linke Seite des Ford musste demontiert werden. 40 Freiwillige Feuerwehrwehrleute der Ortswehren Apensen und Sauensiek waren im Einsatz, so Kreisbrandmeister Peter Winter. Ein Notfallseelsorger zur Nachbetreuung der Einsatzkräfte musste nicht angefordert werden, Winter hatte dies den Kameraden noch am Unfallort angeboten. Direkt am Wrack arbeiteten die erfahreneren Feuerwehrleute.
Die Einsatzkräfte waren bis kurz nach 3 Uhr mit den Bergungs- und Aufräumarbeiten beschäftigt, die L127 musste voll gesperrt werden. Die Trümmerteile lagen auf der Straße und in einer Obstplantage, der Motorblock war 50 Meter weit geflogen. Zur Sicherheit suchten die Einsatzkräfte die Plantage mit einer Wärmebildkamera ab.
Die Identität des Toten konnte erst am Morgen zweifelsfrei festgestellt werden. Der 17-jährige Mann aus Apensen war im Besitz eines Führerscheines für begleitetes Fahren.
Der Unfall weckte bei vielen Feuerwehrleuten schreckliche Erinnerungen an einen Unfall vor acht Jahren. Im März 2008 waren an dieser Stelle vier junge Menschen bei einem Frontalzusammenstoß zweier Pkw gestorben. Damals hatte eine BMW-Fahrerin (27) drei Menschen im Alter zwischen 18 und 20 Jahren aus Moisburg und Apensen mit in den Tod gerissen, ein Indiz war ein Abschiedsbrief der Frau; im März 2016 war an dieser Stelle ein Buxtehuder (17) gestorben, er war mit einem VW-Sharan gegen einen Baum geprallt und aus dem Fahrzeug geschleudert worden.