Tostedt: Feuer in Flüchtlingsunterkunft
Symbolfoto: dpa
Am Mittwochabend gegen 20 Uhr bemerkten Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes in einer Flüchtlingsunterkunft Feuer in einem Wohncontainer und alamierten umgehen die Rettungskräfte. Sechs Asylsuchende wurden bei dem Brand verletzt, einer davon schwer.
In einem Zimmer der aus Containern aufgebauten Wohnlage kam es zum Brandausbruch. Ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes hatte Rauch bemerkt und die Tür zu dem Zimmer aufgebrochen. Ein 19-jähriger Flüchtling befand sich im Zimmer und war bereits bewusstlos. Er wurde von dem Mitarbeiter nach draußen gebracht. Mehrere Bewohner begannen, den Brand mit Feuerlöschern zu bekämpfen. Nach wenigen Minuten war die Feuerwehr vor Ort und brachte die Flammen unter Kontrolle. Durch das Feuer wurden der Brandausbruchsraum und die angrenzenden Zimmer beschädigt.
Der 19-Jährige kam in ein Krankenhaus und wird dort intensivmedizinisch behandelt. Derzeit ist er nicht vernehmungsfähig. Fünf weitere Bewohner erlitten bei den Löschversuchen Beeinträchtigungen durch Rauchgase und wurden dadurch leicht verletzt. Sechs Bewohner, die ihr Zimmer in der brandbetroffenen Wohneinheit haben, konnten in freie Zimmer innerhalb der Unterkunft verteilt werden.
Die ersten Ermittlungen ergaben, dass das Feuer in dem Wohnraum des 19-Jährigen ausgebrochen ist. Eine Einwirkung von außen hat es nicht gegeben. Es gibt Hinweise auf einen möglichen technischen Defekt, aber auch Brandstiftung kann noch nicht ausgeschlossen werden. Der Brandort wurde für weitere Untersuchungen beschlagnahmt, Zeugen müssen heute und in den nächsten Tagen befragt werden.
Da das Schadensausmaß zunächst unklar war, wurden mehrere Ortswehren, drei Rettungswagen und ein Notarzt zur Unterkunft entsandt. Insgesamt waren rund 120 Einsatzkräfte vor Ort.