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Todesschüsse in der Oberpfalz

Fall in Berngau: Was bei Waffenkontrollen geprüft wird

Schusswaffen und Munition müssen in Deutschland gesichert aufbewahrt werden. (Symbolbild)

Schusswaffen und Munition müssen in Deutschland gesichert aufbewahrt werden. (Symbolbild) Foto: Silas Stein/dpa

Waffen, Munition, Sicherheitsstufen: Kontrolleure prüfen bei Jägern und Sportschützen jedes Detail. Wie eine Waffenkontrolle in der Regel abläuft. Und welche Vorschriften gelten.

Von dpa 09.10.2026, 09:56 Uhr
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Berngau. Der tödliche Ausgang einer Kontrolle von Waffenbesitz im oberpfälzischen Berngau wirft ein Schlaglicht auf die Regeln und Waffenkontrollen in Deutschland. Nach Zahlen von Ende September 2026 sind in Deutschland knapp 930.000 private Waffenbesitzer im Waffenregister erfasst, in Bayern gut 200.000.

Welche Voraussetzungen gelten für Waffenbesitz?

Wer in Deutschland eine Waffe besitzen will, muss strenge Voraussetzungen erfüllen. Geregelt wird das deutsche Waffenrecht im Waffengesetz. Es unterscheidet zwischen Waffenbesitzkarte und dem Waffenschein, der dazu berechtigt, eine Schusswaffe in der Öffentlichkeit zu führen. Sportschützen, Jäger und Waffensammler haben in der Regel eine Waffenbesitzkarte.

Eine Waffenbesitzkarte berechtigt in Deutschland zum legalen Besitz von Schusswaffen. (Archivbild)

Eine Waffenbesitzkarte berechtigt in Deutschland zum legalen Besitz von Schusswaffen. (Archivbild) Foto: Silas Stein/dpa

Für eine Waffenbesitzkarte müssen Zuverlässigkeit, Sachkunde, persönliche Eignung und ein berechtigtes Bedürfnis nachgewiesen werden. Ein allgemeines Recht auf Waffenbesitz gibt es nicht. Der unberechtigte Erwerb oder Besitz einer erlaubnispflichtigen Waffe ist strafbar.

Welche Art von Kontrollen gibt es?

Grundsätzlich wird bei Waffenkontrollen bei Sportschützen und Jägern zwischen anlassbezogenen und verdachtsunabhängigen Maßnahmen unterschieden. Die Kontrollen können angekündigt und unangekündigt stattfinden. Sie dienen der Überprüfung, ob legal im Besitz befindliche Schusswaffen und Munition vorschriftsmäßig und vor dem Zugriff unbefugter Dritter geschützt aufbewahrt werden.

Zusammen mit dem Waffenbesitzer dürfen die Kontrolleure nur die Räumlichkeiten betreten, in denen die Waffen gelagert werden. Für andere Räume besteht kein Durchsuchungsrecht.

In Bayern sind die Kreisverwaltungsbehörden zuständig, also die unteren Waffenbehörden der Landratsämter oder kreisfreien Städte. Die Sachbearbeiter sind bei Kontrollen selbst nicht bewaffnet. Die Polizei kann in Einzelfällen zur Unterstützung hinzugezogen werden. 

Was genau wird bei einer Kontrolle geprüft?

Neben der Vollständigkeit der dem Jäger oder Sportschützen überlassenen Waffen wird meist auch die gesetzeskonforme Aufbewahrung geprüft. Für unterschiedliche Waffentypen und Munition sind unterschiedliche Sicherheitsstufen bei Tresoren oder Waffenschränken vorgeschrieben.

Waffenbesitzer müssen ihr berechtigtes Bedürfnis nachweisen – etwa als Sportschützen. (Symbolbild)

Waffenbesitzer müssen ihr berechtigtes Bedürfnis nachweisen – etwa als Sportschützen. (Symbolbild) Foto: Silas Stein/dpa

Alle erlaubnispflichtigen Waffen, die ein Sportschütze oder Jäger besitzt, sind in der Waffenbesitzkarte mitsamt ihrer einzigartigen Seriennummer vermerkt. Im Zuge einer Kontrolle werden die Daten der Behörde mit den Daten des Besitzers und seinem tatsächlichen Bestand abgeglichen.

Und wenn Mängel festgestellt werden?

Diese werden dokumentiert. Je nach Schwere der Mängel kann die Behörde über die Konsequenzen für den Jäger oder Sportschützen entscheiden. Die Behörde kann die Erlaubnis zum Waffenbesitz auch widerrufen.

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