Truck Stop geben Unplugged-Konzert in Drochtersen
100 Truck Stop-Fans kamen in den Genuss, ihrer Lieblingsband schon vor dem großen Konzert am Sonntag in der Dreifachturnhalle ganz nah zu sein. Die Band besuchte am Sonnabendabend "Andres Kleine Kneipe" und begeisterte mit einem Unplugged-Konzert.
Neben bekannten Hits wie „Erwin, der dicke Schneemann“ und „Die Party geht weiter“ performten sie spontan auch den Fan-Song „Ja so muss ein Fan-Club sein, ja so muss ein Fan-Club singen.“ 2018 feierten die norddeutschen Cowboys von Truck Stop ihr 45-jähriges Bestehen. Und dieses Jahr folgte das nächste Jubiläum, denn zum 35. Mal lockte die Country-Band rund 1.000 Fans zum legendären Kult-Frühschoppen nach Drochtersen.
Daneben ist das zweite von Dirk Ludewig und Lars Ludwig organisierte Fan-Club-Treffen noch ganz jung. Die Chance, den Männern von Truck Stop mal ganz nah zu sein, ließen sich auch Rita Pommer noch Kathrin Bauer nicht entgehen. „Ich mag alles an dieser Band“, erklärt Rita Pommer, die aus Norderstedt in Schleswig-Holstein anreiste. „Letztes Jahr war ich auf elf Konzerten“, berichtet Kathrin Bauer aus Thüringen, die an diesem Wochenende wieder eine lange Reise auf sich nahm: „Ich bin gestern Abend um 19 Uhr losgefahren und war heute früh um vier Uhr da.“
Benjamin Leggewie aus Minden und Enrico Mark aus Bremervörde gehören mit ihren Anfang 20 noch zu den jungen Fans. „Ich bin über meine Mutter Truck Stop-Fan geworden“, erzählt Enrico Mark und ergänzt, „sie kann heute Abend berufsbedingt nicht hier sein, aber morgen ist sie wieder dabei.“ Stefan Bahlke aus Guxhagen bei Kassel gehört seit über 20 Jahren zu den Fans der Kult-Country-Band, ist aber erst zum zweiten Mal in Kehdingen. „Das hat mir letztes Jahr super gefallen“, sagt der Kasseler.
Das Truck Stop generationsübergreifend Menschen begeistern, beweisen auch Jennifer Miertsch und ihre Schwester Laura aus Glinstedt bei Bremervörde. „Ich mag Truck Stop schon seit frühester Kindheit, weil mein Vater diese Musik immer hört“, erklärt die 29-Jährige, die vor zwei Jahren auch ihren Freund Andreas Stüwe mit dem „Truck Stop-Fieber“ infizierte und gemeinsam mit ihm und ihrer 14-jährigen Schwester Laura zum ersten Mal das Fan-Club-Treffen und das Konzert in Drochtersen besuchte und sich am Sonnabendabend sichtlich freute, als die Band unplugged ihr Lieblingslied „Männer sind so“ spielte.
„Diese Band ist authentisch und ich kann mich mit ihrer Musik identifizieren“, sagt der Horneburger Western- und Truck Stop-Fan Andreas Biesterfeldt, kurz „B.A.“ genannt, der gemeinsam mit Ehefrau Sabine „bestimmt schon zum 25. Mal“ nach Drochtersen kam. Er berichtete, dass das Ehepaar seine Silberhochzeit in der Westernstadt Pullmans City im Harz feierte und „natürlich“ zur Musik von Truck Stop einen Ehrentanz bekam. Immer am dritten Wochenende im Januar treffen die Horneburger auch Jörg Podewski aus Kutenholz und Jutta Ostermann aus Cuxhaven, die ebenfalls bekennende Fans der legendären norddeutschen Country-Band sind. „Ich bin stolze Besitzerin aller Platten und CDs,“ erklärt die Cuxhavenerin, die nahezu von Anfang an zu den Besuchern des Truck Stop-Frühschoppens in Drochtersen gehörte.
Auch der vielen bekannte „Cowboy“ Werner Baum aus Stade bezeichnet sich als Truck Stop-Fan der ersten Stunde. Mit seinen nie fehlenden Percussion-Instrumenten, wie den Löffeln oder den Nuss-Handbällen findet er gerne mal den Weg auf die Bühne und begleitet Truck Stop oder die Blue Mountain Band, die auch in diesem Jahr wieder als Truck Stop-Vorgruppe auftrat. Werner Baum bringt es sicherlich für viele Fans auf den Punkt: „Es ist nicht allein die Musik, die das Früh-Shoppen so legendär macht. Man kommt hierher, um alte Bekannte wiederzusehen und neue Leute kennenzulernen. Es ist ein richtiges Familienfest.“