TTrump, Putin und die AfD
Zum Artikel „Europa bleibt außen vor“ (TAGEBLATT vom 19. Februar) schreibt Bernd Freydanck aus Stade:
So weit ist es schon gekommen. Während sich die AfD, in Person von Frau Dr. Alice Weidel, „glücklich“ über die Wahl Donald Trumps zeigt, beweist dieser als selbst ernannter Sheriff der USA, zu welch üblen und egoistischen Aktionen er bereit ist. Völlig egal scheint ihm zu sein, was Russlands Herrscher an hunderttausendfachem Leid und Zerstörung den Menschen in der Ukraine angetan hat. Putins Bomben, Raketen, massenhafte Vergewaltigungen, Hinrichtungen von Kriegsgefangenen und Zivilisten, Deportationen von Kindern und vieles mehr an Grausamkeiten spielen offenbar keine Rolle. Er will sich als großartiger „Dealmaker“ präsentieren.
Dass er nun sogar dem ukrainischen Präsidenten indirekt unterstellt, er sei dafür verantwortlich, dass der Krieg schon so lange andauert, zeugt von Trumps völliger Ignoranz gegenüber den Realitäten. Es ist die vollständige Umkehrung von Täter und Opfer. Seine Forderung nach Wahlen in der Ukraine, gepaart mit der Behauptung, Selenskyj finde kaum noch Zustimmung bei den Menschen, ist nichts anderes als die komplette Übernahme der Kreml-Propaganda.
Welchen Scheinfrieden Trump im Auge hat, sagt er ganz unverblümt. Keine Nato-Mitgliedschaft, Europa hat Friedenstruppen zu stellen und vor allem die ökonomische Erpressung an die Ukraine, über Rohstoffdeals en masse eine sogenannte Kompensation für US-Hilfe leisten zu müssen, zeigen so offen, worum es ihm letztlich geht. Alles auf der Basis einer gewünscht neuen Partner- und Freundschaft mit Putin. Zu alledem natürlich kein kritisches Wort der AfD. Für die Zukunft des freien Europas und der Ukraine lässt dies und vieles mehr nichts Gutes erahnen.