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Lange ungeklärter US-Mordfall

Überführt nach 66 Jahren: US-Polizist hat Mädchen getötet

Erst moderne DNA-Methoden brachten den Durchbruch. (Archivbild)

Erst moderne DNA-Methoden brachten den Durchbruch. (Archivbild) Foto: William Vendetta/Chicago Tribune/AP/dpa

Jahrzehntelang war es ein Cold Case in den USA. Was nun über den Mörder bekanntwurde, verblüfft nicht nur die Polizei.

Von dpa 15.10.2026, 12:20 Uhr
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Chicago. Fast 66 Jahre nach der Entführung und Ermordung eines kleinen Mädchens in Chicago haben US-Sondermittler den Fall aufgeklärt. Mithilfe moderner DNA-Methoden, die seinerzeit noch nicht verfügbar waren, sei ein damaliger Polizist als Täter überführt worden, berichten US-Medien unter Berufung auf die Strafverfolgungsbehörden. 

Am 12. November 1960, einem Samstag, war ein acht Jahre altes Mädchen in Chicago zu Fuß auf dem Weg zur Kirche gewesen, wie die „Chicago Tribune“ schreibt. Doch sie sei dort nie angekommen. Stunden später habe ein Lieferant ihre Leiche in einem Graben außerhalb der Großstadt entdeckt. Das Mädchen war mit zwei Kopfschüssen getötet worden, wie es weiter hieß.

Spuren konnten damals nicht zugeordnet werden

Die Fahnder fanden demnach unter anderem eine Patronenhülse sowie Fingerabdrücke auf dem Riemen der Handtasche und der Bibel des Mädchens. Doch sie konnten die Spuren niemandem zuordnen. Der Fall wurde trotz zahlreicher Befragungen und ballistischer Tests zu einem Cold Case. 

Der Durchbruch gelang den Ermittlern den Berichten zufolge mit Hilfe der Bundespolizei FBI im Sommer dieses Jahres nach einem DNA-Abgleich - die Fahnder ordneten die Spuren einem damaligen Polizeibeamten zu, der in Chicago später selbst als Detektiv der Mordkommission arbeitete. Er war seinerzeit 24 Jahre alt und lebte in der Nähe des Opfers. 

Täter entging der Strafe und starb in Las Vegas

Zur Rechenschaft gezogen wurde der Mann aber nie: Er war bereits 2006 im Alter von 70 Jahren in Las Vegas gestorben, wie der Sender NBC News berichtete. Dorthin sei er nach seiner Pensionierung gezogen. Der Bruder des ermordeten Mädchens sagte der „Chicago Tribune“: „Das Einzige, was mir durch den Kopf geht, ist, dass er ein annehmbares Leben führen konnte, bevor er starb. Er hat nie für seine Taten gebüßt. Man kann nur hoffen, dass er vor dem lieben Gott dafür büßen wird.“

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