TUnbequeme Wahrheit
Zum Artikel „Angriff auf Wehrlose im Park“ (TAGEBLATT vom 23. Januar) schreibt Tobias Versemann aus Ahlerstedt:
Ich lese jeden Tag von Demos gegen rechts, Einreiseverbot für Musk, einem Polizeisprecher, der die Gefahren von rechts priorisiert et cetera. Es gehen Omas gegen rechts, Eltern gegen rechts, Politiker, Kirchenvertreter und so weiter auf die Straße. Ich frage mich, wo sind die jetzt?
Inzwischen werden Kinder getötet, eins erst gestern mit gerade mal zwei Jahren. Beinahe täglich neue Messerangriffe von beinahe immer demselben Täterprofil. Wo sind da die Demonstranten? Wo? Sie gehen nicht auf die Straße, warum? Ich habe keine Erklärung. Sind denen die Opfer nicht wichtig genug, passt es nicht in deren politisches Leitbild, Angst, falsch verstanden zu werden?
Keine Ahnung. Fakt ist aber auch, das waren nicht die Rechten, vor denen immer gewarnt wird, genauso wenig wie sie die Frau in Buxtehude überfallen und ausgeraubt haben oder in Stade Zeugen und Justiz bedrohen, nachdem ein Mord passierte, weil sich ein Clan in seinen Geschäften gestört fühlte. Das zu benennen, gehört eben auch zur unbequemen Wahrheit, die viele nicht hören wollen.