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Leserbriefe

TVerblendet oder verlogen?

Zum Artikel „Europäische „Friedenstruppen“ in der Ukraine“ (TAGEBLATT vom 22. März) schreibt Ralf Poppe aus Harsefeld:

Dienstag, 01.04.2025, 15:33 Uhr

Laut TAGEBLATT-Artikel „Bei Friedenstruppe uneins“ am 28. Februar planen Frankreichs Präsident Macron und der britische Premierminister Starmer, „europäische Streitkräfte zur Absicherung einer möglichen Waffenruhe in der Ukraine“ zu entsenden. „Scholz kritisierte, dass Moskau in den Verhandlungen über den Waffenstillstand immer wieder Forderungen nachlegt.“ „Starmer warf Russland vor, auf Zeit zu spielen“. Ich denke, es ist allgemein bekannt, dass Russland die Osterweiterung der NATO auf die Ukraine und Georgien als existenzielle Bedrohung ansieht, ähnlich wie die USA die Stationierung russischer Raketen auf Kuba 1962. Das sagte nicht nur Putin immer wieder. Auch westliche Politiker wie Angela Merkel und William Burns, ehemaliger US-Botschafter in Moskau und späterer CIA-Chef, wussten das und warnten davor. Voraussetzung für den Frieden ist eine neutrale Ukraine außerhalb der NATO ohne ausländisches Militär im Land. Das wurde so zur Unabhängigkeit der Ukraine vereinbart und das waren und sind die russischen Bedingungen für einen dauerhaften Frieden bis heute. Auf welche Tatsachen stützen sich Behauptungen, die 140 Millionen Menschen der russischen Föderation wollen die 450 Millionen Menschen der EU jetzt oder später angreifen, eine EU, die gegenüber Russland ein Vielfaches für Rüstung ausgibt? Was hätte Russland davon? Es sind Europäer mit Deutschland, die massiv aufrüsten und als NATO-Mitglieder als „Koalition der Willigen“ ihre Truppen in die Ukraine schicken wollen. Sind diese Politiker verblendet, dass sie so den Frieden verhindern oder lügen sie uns an? In beiden Fällen wären sie ein enormes Sicherheitsrisiko für Frieden und Wohlstand ihrer Völker, denen sie dienen sollten.

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H
Hans-Hinrich Fitschen
07.04.202512:55 Uhr

Wieder einmal setzt sich Herr Poppe für die Interessen des Kindermörders und Kriegsverbrechers Putin ein.

W
Walter Tauber
06.04.202511:40 Uhr

Sehr gut auf den Punkt gebracht. Die "russische Bedrohung" spielt heute die Rolle der "Massenvernichtungswaffen" damals im Irak. Aufrüstung dient als Ausrede für den bevorstehenden Abbau des Sozialstaates. Die Neoliberale Ordnung hat in den letzten Jahrzehnten einen historisch einmaligen Transfer von Reichtum von unten nach oben gebracht. Dieser Raubzug soll in Zukunft abgesichert werden. Unsere Angst lässt bei den Milliardären die Kassen klingeln.

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