VfL Horneburg mit einem Bein im Final Four
VfL-Trainer Stefan Hagedorn. Foto: Berlin
Die A-Jugend-Bundesliga-Handballer des VfL Horneburg stehen mit einem Bein im Halbfinale um den DHB-Pokal. Trainer Stefan Hagedorn wollte ein Polster von vier, fünf Toren für das Rückspiel bei der HSG Hanau. Seine Spieler bescherten ihm zwölf.
44:32-Sieg. Die Horneburger reiben sich nach dem Abpfiff selbst verwundert die Augen. Die Spieler kennen nur das Gaspedal, machen 60 Minuten Tempo. „Ihr seid unglaublich“, ruft Stefan Hagedorn noch vor dem Schlusspfiff raus auf das Spielfeld. Die Gastgeber feiern jeden Treffer frenetisch, wie einen Sieg. Sie halten die Spannung bis zum Schluss.
Dabei war die HSG Hanau ein unangenehmer Gegner. Die Hessen stellten den VfL ständig vor neue Aufgaben. Eine Variante hielten sie gut 40 Minuten durch. Die Manndeckung gegen Horneburgs besten Werfer Ole Hagedorn. Und obwohl Hagedorn so lange eng bewacht wurde, erzielte der Rückraumspieler elf Tore. Zweitbester Werfer war Luca Weiß. Mit seiner Athletik und seinem Tempo gelangen ihm zehn Treffer. Zwischen den Pfosten avancierte Kjell Motzkus gegen Hanau mit 18 gehaltenen Bällen zum starken Rückhalt.
Der Trainer lobt die Mentalität des Teams
Nur Mitte der ersten Halbzeit hatte die HSG Hanau die Horneburger kurz aus dem Tritt gebracht und auf 14:15 verkürzt. Bis zur Pause wuchs der Vorsprung allerdings wieder auf ein beruhigendes 21:14 für den VfL.
Stefan Hagedorn lobt die Mentalität der gesamten Mannschaft: „Es ist unbeschreiblich, was die Jungs geleistet haben. Bis zum letzten Tropfen.“ Vor dem Spiel appellierte der Trainer an seine Spieler, sie sollen in ihrem vermeintlich letzten Heimspiel als Bundesligist so auftreten, dass die Partie in Erinnerung bleibt. Allerdings hat sich der VfL für die Ausrichtung des Final-Four-Turniers beworben und könnte am 14. Mai den Abschied vorm eigenen Publikum feiern. Ein Weiterkommen am 30. April beim Rückspiel in Hanau vorausgesetzt.
Sechs A-Jugend-Spieler hatten am Vorabend noch in der Horneburger Männermannschaft in der Verbandsliga gegen Neuenhaus/Uelsen ausgeholfen und maßgeblichen Anteil am 38:24-Erfolg. Die A-Jugend hilft im Abstiegskampf gerne. Schließlich rücken die Spieler in der kommenden Saison genau in dieses Team auf.
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