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Ahlerstedt

Viele Interessierte beim Frühschoppen von Schröder Landmaschinen

Sie begrüßten am Sonntag beim Tag der offenen Tür mehr als 4000 Besucher auf dem Firmengelände in Ahlerstedt: Geschäftsführer Bernd Schröder (links) und Standortleiter Jörn Grothmann. Foto Fehlbus

Sie begrüßten am Sonntag beim Tag der offenen Tür mehr als 4000 Besucher auf dem Firmengelände in Ahlerstedt: Geschäftsführer Bernd Schröder (links) und Standortleiter Jörn Grothmann. Foto Fehlbus

Bernd Schröder blickt zufrieden auf die 4000 Besucher des Frühschoppens in der Ahlerstedter Werkstatt. Es gab weniger optimistische Zeiten. Doch aus dem Tiefpunkt des 208 Jahre alten Familienunternehmens ist etwas sprichwörtlich Ausgezeichnetes entstanden.

Von Miriam Fehlbus Sonntag, 21.01.2018, 18:00 Uhr

Der Standort in Ahlerstedt holte gerade als eine von 27 Filialen von Schröder Landmaschinen den Bundessieg beim Agrartechnik-Service-Award. „Dass wir nicht nur Regionalsieger geworden sind, sondern auch den Bundessieg erringen konnten, ist eine ganz tolle Sache“, sagt Bernd Schröder. Gemeinsam mit seinen Brüdern Heiner und Volker Schröder leitet der 52-Jährige das Geschäft in sechster Generation von der Zentrale in Wildeshausen aus. Seit der Eröffnung des Standortes Ahlerstedt 2015 hat sich die Zahl der Mitarbeiter dort fast verdoppelt, liegt bei 39. Insgesamt sind in dem Unternehmen 730 Mitarbeiter beschäftigt, die meisten in Deutschland. Eine Filiale befindet sich in Lettland, sieben in Rumänien.

Die renommierte Agrartechnik-Auszeichnung im Rahmen der Landtechnischen Unternehmertage in Würzburg gab es vor allem für den Service. Dazu gehört eine Flotte von Werkstatt-Wagen, die sich von Ahlerstedt aus als fahrende Ersatzteillager mit Computer-Vernetzung auf den Weg machen, wenn es während der Ernte beim Kunden Probleme gibt. „Landwirte sind heute getrieben, gute Technik zu haben“, sagt Bernd Schröder. Früher sei von der Wetterlage her für die Getreideernte vier bis sechs Wochen Zeit gewesen. „Heute bleiben in Deutschland wenige Tage als Erntefenster.“ Deshalb und wegen der guten Zinslage „brummt die Landtechnik“, so der Geschäftsführer. Neben Service-Leistungen verkauft Schröder neue Landmaschinen.

In diesem Zusammenhang steht der Tiefpunkt 2014, zugleich ein erfolgreicher Neuanfang. Nach Jahrzehnten als Händler unterschiedlicher Marken erreichte Schröder die Kündigung des Landmaschinenherstellers Claas. „Sie wollten das Alleinstellungsmerkmal und keine anderen Schlepper bei einem Händler“, sagt Bernd Schröder. Der Markt teilte sich neu auf. Schröder übernahm in der Region den Markt der Marke Fendt. Mit Ahlerstedt sei hier der richtige Ort gefunden worden. Die Kunden kommen aus dem gesamten Elbe-Weser-Dreieck. Die Nachfrage ist groß. So groß, dass Schröder zehn Tieflader im Einsatz hat, die jeweils einen 30 Tonnen schweren Maishäcksler in Gänze vom Werk zum Kunden fahren können, wenn der Hersteller nicht schnell genug liefern kann. Wer ein solches Gefährt überholt, darf gewiss sein, an einer Ladung mit dem Wert eines gehobenen Einfamilienhauses vorbeigerauscht zu sein.

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