AbonnierenAbo
Zähl Pixel
Krieg gegen die Ukraine

Viele Tote nach russischem Angriff auf Bus in Ostukraine

Die ostukrainische Frontstadt Kramatorsk erlebt immer wieder schwere russische Angriffe. (Archivbild)

Die ostukrainische Frontstadt Kramatorsk erlebt immer wieder schwere russische Angriffe. (Archivbild) Foto: Cameron Jones-Manley/ZUMA Press Wire/dpa

Die ukrainische Frontstadt Kramatorsk im Gebiet Donezk gehört zu den Eroberungszielen Russlands. Nach einem neuen schweren Angriff mit vielen Toten rufen die Behörden die Menschen zur Flucht auf.

Von dpa 08.10.2026, 11:30 Uhr
3 Monate Premium-Zugriff auf tageblatt.de für nur 0,99 €! Jetzt sichern!

Kramatorsk.   Russlands Militär hat bei einem schweren Angriff auf Kramatorsk im ostukrainischen Gebiet Donezk nach Behördenangaben mindestens 30 Menschen in einem Bus getötet. Es gebe zudem 18 Verletzte, teilte der Donezker Militärgouverneur Wadym Filaschkin mit. Von unabhängiger Seite sind die Angaben unmittelbar nicht überprüfbar. Zuvor war von einem Dutzend Toten und 14 Verletzten die Rede gewesen.

Filaschkin veröffentlichte in seinem Telegram-Kanal Fotos von dem ausgebrannten Bus. „Das sind Menschen, die von der russischen Armee getötet wurden“, sagte er. „Dafür gibt es keine Rechtfertigung und kann es auch keine geben.“ Filaschkin rief die noch im Gebiet Donezk verbliebenen Menschen dazu auf, in sicherere Regionen der Ukraine zu fliehen. 

Angesichts der „drastischen Verschlechterung der Sicherheitslage“ wies er die städtischen Militärverwaltungen von Kramatorsk und Slowjansk an, den öffentlichen Nahverkehr einzustellen. Das Leben von Fahrgästen und Fahrern dürfe nicht gefährdet werden. Trotz der Evakuierungsappelle weigern sich immer wieder viele Bewohnerinnen und Bewohner, ihr Hab und Gut zurückzulassen. 

Gouverneur: Russen greifen gezielt Zivilisten an

„Die Russen greifen gezielt Zivilisten an. Für sie ist ein Bus mit Fahrgästen ein attraktives Ziel, gerade weil man mit einem einzigen Schlag so viele Menschen wie möglich töten kann“, sagte Filaschkin. „Russland missachtet bewusst alle denkbaren Regeln der Kriegsführung und die Normen des humanitären Völkerrechts. Es wählt Ziele dort aus, wo es der Zivilbevölkerung den größten Schaden zufügen kann.“

Russland überzieht die Ukraine seit mehr als viereinhalb Jahren mit einem zerstörerischen Angriffskrieg. Zu den Kriegszielen gehört es auch, das Gebiet Donezk komplett unter Moskaus Kontrolle zu bringen. Die ukrainischen Streitkräfte verteidigen ihre Städte mit westlicher Militärhilfe.

Weitere Themen

Die Redaktion empfiehlt
Weitere Artikel

Eine Tote bei Angriff in Schule in Polen

Erneut Gewalt an einer polnischen Schule: Bei einer Messerattacke stirbt eine Frau, zwei weitere Menschen werden verletzt. Die Polizei kann den 15-jährigen Angreifer stellen.

Rot-Grün-Rot in Berlin peilt Sondierungen an

Linke, Grüne und SPD in Berlin räumen einen großen Brocken aus dem Weg und streben jetzt Sondierungsgespräche über eine Regierungsbildung an. Noch ist der Weg zu einer Koalition aber lang.