Volksbanken auf der Geest streben eine Fusion an
Die Vorstände der Volksbanken stellten ihr bevorstehendes Fusionskonzept vor. Unser Foto zeigt von links: Hans-Heinrich Dammann, Elke Wichels, Sven van Haren und Rainer Peters. Foto Kordländer
Die Volksbank Ahlerstedt und die Volksbank Fredenbeck-Oldendorf wollen fusionieren. Der Zusammenschluss soll rückwirkend zum 1. Januar 2016 erfolgen.
Wenn sich auch die Vorstände und Aufsichtsräte einig sind, müssen die Mitgliederversammlungen der beiden Geldinstitute der Verschmelzung noch zustimmen. Die Generalversammlung in Ahlerstedt wird am 6. Juni im Ahlerstedter Schützenhof zusammenkommen und die Generalversammlung der Volksbank Fredenbeck-Oldendorf wird am 9. Juni in der Kutenholzer Festhalle tagen. Nach der „Hochzeit“ wird die neue Gemeinschaft unter dem Namen „Volksbank e. G.“ zusammenarbeiten und agieren.
Die Vorstände, Rainer Peters, Sven van Haren (Fredenbeck-Oldendorf) sowie Hans-Heinrich Dammann und Elke Wichels (Ahlerstedt) stellten ihre Vorhaben und den Grund für die Fusion kürzlich in einem Pressegespräch in Fredenbeck vor.
Die Ausgangssituation sei unter anderem im Marktumfeld zu finden, sagte Peters. „Zinsen im Europaraum wurden quasi abgeschafft“, das anhaltende Niedrigzinsumfeld würde das Hauptgeschäftsfeld der Banken einengen. „Außerdem nehmen Regulierungsdruck und Formalismus zu und stellt insbesondere die kleinen Geldinstitute vor großen Herausforderungen.“ Außerdem würde die Bankenaufsicht eine Kostenkontrolle erwarten und zwinge so, Organisationsstrukturen zu optimieren. „Und zunehmender Wettbewerbsdruck im Bankensektor erfordert eine effizientere Marktbearbeitung.“
In Ahlerstedt wird Hans-Heinrich Dammann nach 36-jähriger Vorstandstätigkeit zum 30. Juni ausscheiden und in den Ruhestand gehen. „Wie die Vorstände weiterer mitteilten, würde die Volksbank Ahlerstedt bei der Bewältigung der regulatorischen Anforderungen vor großen Herausforderungen stehen, die auf langer Sicht aus eigenen Kräften nicht zu bewältigen seien. Aber die Marktpotenziale in Ahlerstedt würden Chancen bieten, die durch einen Ausbau des Vertriebs genutzt werden können. „Hier ist eine Bündelung der vorhandenen Kräfte in den Marktaktivitäten erforderlich.“ Die Kundennähe in Ahlerstedt, die hohe Beratungsqualität sowie das attraktive Bankgebäude würden ideale Voraussetzungen für die Sicherung des Standortes setzen.
Als Ziele nannte Peters die Sicherung der Zukunftsfähigkeit beider Institute durch Bündelung der Kräfte, den Erhalt der Marktnähe, Schaffung von Synergieeffekten durch Wachstum sowie Sicherung der Arbeitsplätze und der Eigenständigkeit und Wahrung der Selbstbestimmung.
Übertragende Genossenschaft wird die Volksbank Ahlerstedt (61,3 Millionen Euro Umsatz), übernehmende Genossenschaft die Volksbank Fredenbeck-Oldendorf (207,3 Millionen Euro Umsatz). In Ahlerstedt ist seit Anfang Februar Jörg Möller Ansprechpartner für Immobilien und gewerbliche Kredite. Nach der Fusion wird sich die Anzahl der Kunden auf 16 300 und die Anzahl der Konten auf 9000 erhöhen. Der Bilanzgewinn erreicht 674 000 Euro.